Ein wachsendes Angebot für Jugendliche
Die Peerberatung findet jeden Mittwochabend via Chat statt und richtet sich speziell an Jugendliche, die den Austausch mit Gleichaltrigen suchen. Dabei geht es vor allem um Themen, die im Alltag von jungen Menschen eine große Rolle spielen, wie Freundschaft, soziale Konflikte und das Gefühl der Zugehörigkeit. Die Peerberatung ermöglicht es Jugendlichen, sich in einem geschützten Rahmen über ihre Erfahrungen auszutauschen und Rat zu erhalten, ohne direkt auf Krisenfälle oder schwerwiegende psychische Belastungen eingehen zu müssen. Ziel ist es, präventiv Unterstützung zu bieten und gleichzeitig einzuschätzen, wann weiterführende professionelle Hilfe notwendig ist.
Themen, die Jugendliche beschäftigen
Die Gespräche der Peerberatung drehen sich vor allem um Freundschaften und das Leben in der Peergroup. Dabei stehen Fragen im Vordergrund, wie Freundschaften aufgebaut und Konflikte gelöst werden können, oder wie Einsamkeit überwunden werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Mobbing und psychischer Gewalt in der Schule. Jugendliche berichten von Ausgrenzung durch Mitschüler:innen oder Diskriminierung und Mobbing durch Lehrpersonen. Auch Themen rund um Liebe und Beziehung, Verliebtheit und Liebeskummer nehmen einen bedeutenden Teil der Gespräche ein. Dazu zählen das Gefühl der Zurückweisung, die Schwierigkeiten beim Beginn einer Beziehung oder das Verarbeiten einer Trennung. Zusätzlich wird die Peerberatung oft genutzt, um Informationen über Rat auf Draht selbst zu erhalten und im Bedarfsfall an die reguläre Beratung weitergeleitet zu werden. Damit deckt das Angebot eine breite Palette von Anliegen ab, die Jugendliche im Alltag bewegen.
Präventiver Ansatz und klare Abgrenzung
Die Peerberatung unterscheidet sich deutlich von der klassischen Beratung am Telefon oder regulären Chat. Die Themen der Gespräche sind vorgegeben, und Krisensituationen werden an ausgebildete Fachkräfte weitergeleitet. Der Schwerpunkt liegt auf Prävention, Austausch und gegenseitiger Unterstützung. Durch diese klare Abgrenzung können Jugendliche in einer geschützten Umgebung ihre Anliegen besprechen, ohne dass die Gespräche die Tiefe oder den Umfang einer professionellen Krisenberatung erreichen müssen. Gleichzeitig wird beobachtet, wann eine weiterführende Unterstützung sinnvoll ist, und entsprechende Angebote werden vermittelt.









































