Schulbeginn in Kärnten: Achtung Kinder!

Kärnten -   Zu Schulbeginn sind viele Kinder zum ersten Mal selbstständig – häufig auch ohne die Begleitung Erwachsener – im Straßenverkehr unterwegs. Dadurch steigt auch das Unfallrisiko. Denn: Kinder handeln intuitiv, lassen sich leicht ablenken und können gefährliche Situationen meist nicht abschätzen. Mit über 800 Aktionsplakaten der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) werden nun pünktlich zum Schulstart die Kärntner Kfz-Lenkerinnen und -Lenker zu besonderer Vorsicht und erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen.

 2018 wurden bei 52 Verkehrsunfällen in Kärnten insgesamt 51 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 15 Jahren auf dem Weg zur Schule teils schwer verletzt. „Diese Zahlen erfordern Maßnahmen und Unterstützung von mehreren Seiten: Damit unsere Kinder bestmöglich geschützt werden, müssen die Eltern ihr Kind gut auf den Schulweg vorbereiten, gleichzeitig müssen aber auch die motorisierten Fahrzeuglenkerinnen und -lenker so umsichtig fahren, dass sie jederzeit gut bremsen können“, ist es DI Peter Felber vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) ein großes Anliegen.

Ausgenommen

Kinder sind – wie auch körperlich beeinträchtigte oder gebrechliche Personen – aus dem Vertrauensgrundsatz ausgenommen. Dies beruht darauf, dass sie intuitiv reagieren, sich leicht ablenken lassen, die Verkehrsregeln nicht oder nicht ausreichend kennen und gefährliche Situationen meist nicht abschätzen können. Vor allem zu Schulbeginn, wenn die Kinder das erste Mal selbstständig im Straßenverkehr unterwegs sind, ist daher erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.

Plakate für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Damit Kfz-Lenkerinnen und -Lenker ihre Geschwindigkeit besonders in den sensiblen Verkehrsbereichen rund um die Schulen anpassen, wurden die Kärntner Gemeinden von der AUVA und dem KFV auch heuer wieder mit „Achtung Kinder!“-Schulanfangsplakaten ausgestattet. DI Dr. Hannes Weißenbacher, Direktor der AUVA-Landesstelle Graz betont: „Mit den Plakaten, die im Nahbereich der Schulen aufgestellt werden, möchten wir alle daran erinnern, dass Kinder die unerfahrensten und gefährdetsten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind und nur durch rücksichtsvolles und vorausschauendes Verhalten geschützt werden können. Damit wollen wir nachhaltig das Verletzungs- und Unfallrisiko reduzieren.“ Die Plakataktion wird neben Kärnten auch noch in der Steiermark, Tirol, Oberösterreich und dem Burgenland umgesetzt. Insgesamt werden in Österreich über 1.300 Gemeinden mit mehr als 7.700 Schulanfangsplakaten ausgestattet.