Verantwortung im Dienst der Menschen

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Rattendorf -

Elisabeth Wiedenig (37) aus Rattendorf ist seit Juli 2026 Leiterin der Abteilung Personal & Personalentwicklung beim Roten Kreuz Kärnten. Die engagierte Gailtalerin verbindet berufliche Verantwortung, ehrenamtliches Wirken und tiefe Heimatverbundenheit.

Wiedenig wuchs in Möderndorf im Familienbetrieb von Martina und Erwin Wiedenig auf. Ihre Eltern seien, wie sie sagt, „jene Menschen, die mich mein ganzes Leben lang begleitet, unterstützt und immer an mich geglaubt haben“. Vieles von dem, was sie heute ausmacht, verdanke sie ihnen. Nach VS und HS in Hermagor folgten die LFS Ehrental und die HLFS Pitzelstätten, ein kurzer Studienversuch in Wien sowie berufliche Stationen bei der Kärntner Jägerschaft und dem Roten Kreuz Hermagor, wo sie fünf Jahre lang Bezirksgeschäftsleiterin war. Seit Juli 2026 verantwortet sie das gesamte Personalwesen des Roten Kreuzes Kärnten und ist zudem zertifizierte NPO Managerin. Privat ist sie eng mit ihrer Familie verbunden: Geschwister Andreas (Polizist) und Johanna (DGKP), ihr Neffe David sowie ihre vier Patenkinder spielen eine große Rolle in ihrem Alltag. Wertvolle Auszeiten findet sie auf Reisen – oft gemeinsam mit ihrer Cousine Laura – wo sie neue Eindrücke sammelt. Auch ehrenamtlich ist sie stark engagiert: Obfrau der Dorfgemeinschaft Rattendorf, Schriftführerin im Jagdverein, aktiv bei der Kärntner Landsmannschaft, Nikolaus-Darstellerin der Burschenschaft und Pilgerin.

Das Landesrettungskommando bei einer Zusammenkunft

Gailtal Journal: Was hat Sie persönlich geprägt auf dem Weg von Hermagor ins Landesmanagement des Roten Kreuzes?

Elisabeth Wiedenig: Die Arbeit in Hermagor hat mir gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt, Vertrauen und Nähe zur Basis sind. Viele Erfahrungen – besonders Einsätze wie die Bundesübung 2025 – haben mich persönlich wachsen lassen. Den Schritt ins Landesmanagement sehe ich als Weiterentwicklung mit mehr Verantwortung, getragen von Bodenständigkeit und Praxisnähe.

Was ist für Sie eine Herausforderung imPersonalwesen und in der Personalentwicklung?

Für mich steht der Aufbau eines klaren Stellenplans im Mittelpunkt, um Abläufe zu erleichtern und Strukturen zu stärken. Gleichzeitig geht es darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeitende sich wohlfühlen, Verantwortung übernehmen und sich weiterentwickeln können.

Welche Rolle spielen die Vereine – besonders die Jägerschaft – in Ihrem Leben?

Vereine bedeuten für mich Gemeinschaft, Verlässlichkeit und Zusammenhalt. Die Jägerschaft ist für mich Tradition und Verantwortung gegenüber der Natur – ein wichtiger Ausgleich zum beruflichen Alltag. Im Ehrenamt lernt man viel über Menschen, Zusammenarbeit und regionale Verbundenheit.

Mit Bezirksjägermeister Raphael Gressel und Sekretärin Priska

Was ist Ihnen im Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders wichtig?

Wertschätzung, Vertrauen und offene Kommunikation sind mir besonders wichtig. Führung heißt für mich klare Entscheidungen zu treffen, aber auch zuzuhören und unterschiedliche Sichtweisen einzubeziehen. Die Leistungen unserer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden wahrzunehmen und gute Rahmenbedingungen zu schaffen, ist mir ein großes Anliegen.

Welche Werte leiten Ihre Arbeit und wohin möchten Sie sich weiterentwickeln?

Mich leiten Verlässlichkeit, Respekt und eine offene, konstruktive Zusammenarbeit. Ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen und bilde mich derzeit berufsbegleitend im Wirtschafts- und Businessmanagement weiter. Fachlich wie persönlich möchte ich meine Stärken ausbauen und Verantwortung bewusst weiterentwickeln.

Familientreffen mit Eltern in gemütlicher Runde