Kärnten -
Für alarmierend hält der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann die Warnungen, dass der Wochenend-Bereitschaftsdienst von Ärzten wegen der mangelhaften Verteilung von Schutzausrüstung gefährdet ist.
Patienten nicht im Stich lassen – Ersatzlösung mit Epidemieärzten nötig
„In Villach weigern sich Allgemeinmediziner den Dienst zu machen, weil ihnen die Behörde keine Schutzausrüstung gegen eine Ansteckung mit dem Corona-Virus zur Verfügung stellt. Diese Sorge ist nachvollziehbar, weil die Infizierung eines Arztes eine negative Kettenreaktion und fatale Lücken in der Versorgung auslösen kann“, so Darmann.
Gesundheitssystem drohe zu kollabieren
Gleichzeitig werde aber damit die Situation für Patienten, vor allem Familien mit Kindern oder Senioren, die einen Arzt benötigen, unerträglich. „Ins Krankenhaus sollen sie wegen der Ansteckungsgefahr nicht, aber Arzt kommt auch keiner. Hier drohe das Gesundheitssystem zu kollabieren“, kritisiert Darmann. Er fordert eine rasche pragmatische Lösung. „Es haben sich laut SPÖ-Gesundheitsreferentin Prettner bereits 60 Mediziner für den Dienst als Epidemieärzte gemeldet. Sie bekommen im Gegensatz zu den Kassenärzten eine Schutzausrüstung, weil sie Virusträger in Heimquarantäne aufsuchen und betreuen. Außerdem haben sie Chauffeure. Wenn wir wirklich so viele haben, sollten diese auch jene Hausbesuche an Wochenenden übernehmen, die Bereitschaftsärzte aufgrund mangelnder Schutzbekleidung nicht machen können“, schlägt Darmann vor.
Ressourcen nutzen
Die Zahl der Epidemieärzte könnte man u.a. dadurch erweitern, dass Krankenkassen weitere Mediziner aus dem chefärztlichen Dienst, der in der Pandemie nicht gebraucht wird, zur Verfügung stellen oder auch Ärzte der mittlerweile geschlossenen Kuranstalten dafür gewonnen werden, so Darmann abschließend.
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