FPÖ bringt Antrag betreffend „Steuerbefreiung bei der Schadholzverwertung“ im Finanzausschuss ein

Wien -

Die FPÖ wird im heutigen Finanzausschuss einen Antrag zur Entlastung der Land- und Forstwirte einbringen.


Der freiheitliche Wirtschaftssprecher NAbg. Erwin Angerer macht sich bereits seit Jahren gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Kärntner Landwirtschaftskammer Manfred Muhr für eine Entlastung der heimischen Bauern stark: „Die ÖVP lässt seit Jahren die Bauern im Stich. Insbesondere seit 2014, als ÖVP und SPÖ gemeinsam die Erhöhung der Einheitswerte im Nationalrat durchgepeitscht haben, sind die Mehrbelastungen durch Sozialabgaben bei den Bauern enorm geworden. Da ist die Aussage von ÖVP-Klubobmann Wöginger, dass ‚Bauern dadurch ja auch höhere Pensionen beziehen‘, besonders unangebracht und respektlos unseren Landwirten gegenüber“, so Angerer.

Wertverluste in mehreren Bereichen

Überdies hätten die heimischen Bauern an mehreren Fronten zu kämpfen, da landwirtschaftliche Produkte – sei es etwa Fleisch oder Milch – seit Jahren „unter einem preislichen Sturzflug leiden, der von Billigimporten zusätzlich beschleunigt wird. Obendrein werden solche ausländischen Produkte oftmals auch noch als österreichische Qualität verkauft“, erklärte Angerer und Muhr stellte ergänzend fest: „Unsere Bauern erleben in allen Bereichen massive Wertverluste. Jahrzehnte zuvor war der bäuerliche Wald zumindest eine Art ,eiserne Reserve‘ für schlechte Zeiten, nun ist Waldbesitz primär mit einem hohen arbeits- und finanztechnischen Aufwand verbunden.“

Landesobmann der Freiheitlichen Bauern Kärnten Manfred Muhr

Problematik rund ums Schadholz

In diesem Zusammenhang ärgerte sich Muhr, dass die Problematik rund um das Schadholz im Wald bis dato kaum behandelt wurde: „Jahre, in denen lange Hitze- und Trockenperioden vorherrschen und von plötzlichen Sturmtiefen abgelöst werden, begünstigen die Borkenkäferverbreitung und die Schadholzmengen. Unsere Forst- und Landwirte können diese Mengen nicht verarbeiten, zumal der Holzmarkt momentan nur sehr schleppend läuft. Neben dem Ärger, der durch die Schadholzmengen entsteht und den hohen Investitionen in Maschinen und Arbeitskraft werden die Waldbauern in den meisten Fällen (Agrargemeinschaften und jene, die nicht unter die Pauschalierung fallen) auch noch steuerlich bestraft. Sobald es ihnen gelingt, Schadholz zu verbringen beziehungsweise zu verwerten, werden sie in Form von Kommunalertragssteuer oder Einkommenssteuer steuerpflichtig. Das ist ein Unding und ein Todesstoß für jegliches Umweltengagement.“

Waldschutz ist auch Klimaschutz

Muhr und Angerer verwiesen in diesem Zusammenhang darauf, dass „man nicht vergessen darf, dass Waldschutz immer auch Klimaschutz bedeutet und wir ohne Landwirte keine regionalen Erzeugnisse und somit kaum regionale Identität hätten“. „Daher müssen wir jene Menschen unterstützen, die für den Erhalt unserer Wälder und Natur verantwortlich zeichnen. Sie brauchen eine neue Perspektive und beim Thema ,Schadholz‘ könnten wir mit einer Steuerfreistellung zumindest einen ersten Schritt setzen. Es ist zu hoffen, dass die ÖVP als selbsternannte ,Bauernpartei‘ unserem heutigen Antrag zustimmt. Alles andere wäre ein ‚schwarzer Schlag‘ ins Gesicht vieler Land- und Forstwirte“, betonte der FPÖ-Wirtschaftssprecher.