Pilzverordnung – Team Kärnten/Köfer tritt für Kompromissvorschlag ein

Kärnten - Zum koalitionären Nebenschauplatz, der Pilzverordnung, bringt sich Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer mit einem Kompromissvorschlag ein: „Nachdem der Koalitionspartner der SPÖ, die ÖVP, ihre Zustimmung aus bekannten Gründen zurückgezogen hat, wäre ein gangbarer Weg, dass man die zeitliche Beschränkung ändert.“

„Mein Vorschlag wäre, die Schwammerl-Suchzeit auf 20 Uhr auszuweiten, damit wird es auch Berufstätigen und Unternehmern möglich, dieser Tätigkeit nachzugehen und gleichzeitig bleiben Ruhezeiten für das Wild in ausreichendem Maße vorhanden.“ Für Köfer ist klar, dass die bestehende Verordnung, die bereits in der Vorperiode für Diskussionen sorgte, geändert werden muss: „Zielsetzung muss es sein, dass man von politischer Seite her nah am Bürger agiert und eine einfache sowie anwendbare Verordnung formuliert.“

Kein Politikum

Köfer hofft, dass sich die Pilzverordnung zu keinem Politikum entwickelt, dass von den weiteren Baustellen der Koalition ablenkt: „Ich verlange, dass die zuständige Referentin umgehend einen tragfähigen Vorschlag einbringt, der von der Regierung beschlossen werden kann. Wochenlange Diskussionen sind in diesem Bereich nicht notwendig.“ Köfer erinnert auch daran, dass die SPÖ verfassungsrechtliche Möglichkeiten innehat, die eine Zustimmung der ÖVP zur Verordnung nicht unbedingt erforderlich machen. Abschließend appelliert Köfer an die Vertreter der Bergwacht, in den heimischen Wäldern mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl vorzugehen: „Aufklärung sollte für die Organe der Bergwacht an oberster Stelle stehen.“