„Trotz Spardrucks können wir das Investitionsniveau der letzten Jahre annährend halten. Rund 47 Millionen Euro sind heuer vorgesehen, um unsere Straßen, Brücken, Radwege und Stützmauern auszubauen, instandzuhalten und zu modernisieren“, sagt Straßenbaureferent Gruber. Die Mittel werden zum einen zur Fortführung von Großvorhaben herangezogen, zum anderen für Baumaßnahmen in allen Kärntner Bezirken, die gerade für Pendler, die regionale Wirtschaft sowie die alltägliche Mobilität der Bevölkerung von großer Bedeutung sind.
200 Straßenbauprojekte und 25 Millionen Euro für regionale Aufträge
Insgesamt umfasst das Straßenbauprogramm rund 200 Bau- und Planungsprojekte – von Generalsanierungen und Brückenprojekten bis zu Hangsicherungen sowie kleineren Ausbesserungsarbeiten. „Wir haben bei der Erstellung des Bauprogrammes auf regionale Ausgewogenheit geachtet. Vor allem im ländlichen Bereich sind intakte Straßen für die Bevölkerung unerlässlich“, sagt Gruber. Im Rahmen einer Frühjahrsoffensive wurden bereits 29 Baulose mit einem Auftragsvolumen von rund 25 Millionen Euro ausgeschrieben, damit die Arbeiten rechtzeitig nach der Winterpause starten können. „Die Baubranche ist beschäftigungsintensiv und diese Aufträge im Straßenbau, die zum überwiegenden Teil an regionale Firmen gehen, sorgen für eine kontinuierliche Auslastung und Planungssicherheit bei den heimischen Betrieben“, erklärt LHStv. Gruber.
Große Bauprojekte und Infrastrukturmaßnahmen in Kärnten
Zu den größten Bauprojekten des aktuellen Bauprogramms zählen unter anderem die Fortführung der Sanierung der B106 Mölltalstraße, der Abschluss der Sanierung der L47 Ossiacher Tauern Straße oder auch die Beseitigung von Katastrophenschäden aus den Vorjahren auf der L46 Teuchen Straße und der L19 Innerkremser Straße. In Klagenfurt wird mit dem Neubau der Wölfnitzbachbrücke ein Millionenprojekt umgesetzt. Auf der Agenda steht ebenfalls der Ausbau des Radwegs durch die Lieserschlucht entlang der B99 Katschberg Straße, der das Leuchtturmprojekt im Radwegebauprogramm des Landes ist. Darüber hinaus werden die Arbeiten am R1 Drauradweg fortgeführt, der in den nächsten Jahren generalsaniert wird.
Nachhaltige Lösungen im Straßenbau: Recycling und Kosteneffizienz
Darüber hinaus setzt das Straßenbaureferat des Landes auch Schwerpunkte bei innovativen technischen Lösungen. Durch das Recycling von abgetragenem Asphalt können essentielle Materialien wie Bitumen und Gesteinskörnung (Schotter) wiederverwendet werden, was den Bedarf an neuen Rohstoffen reduziert und somit Energie und Kosten spart. Ziel ist es, die Quote von Recyclingasphalt im Asphaltmischgut durch gezielte Anreize in den Ausschreibungsverfahren weiter zu erhöhen. „Wenn es im Straßenbau Potenzial gibt, nachhaltig und kosteneffizient zu arbeiten, nutzen wir das auch. Hier geht die Straßenbauabteilung mit gutem Beispiel voran“, betont Gruber.