FPÖ-Angerer zu Corona-Krise:

„Wenn es so weitergeht, gibt es im Herbst keine Unternehmerschaft mehr“

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Kärnten -

In einem Interview mit der Kleinen Zeitung erklärte kürzlich der Kärntner WK-Präsident Jürgen Mandl, dass man die Einhebung der Grundumlagen für heuer verschieben will. Eine Stundung der Kammerumlagen wurde bereits zuvor seitens der Wirtschaftskammer in Aussicht gestellt.

Freiheitliche fordern erneut gänzliche Streichung der Wirtschaftskammer-Beiträge für 2020 und Strategiewechsel für wirtschaftliche Maßnahmen der Regierung

Für FPÖ-Wirtschaftssprecher NAbg. Erwin Angerer wird damit lediglich „ein Tropfen auf den heißen Stein gegossen“. Angerer: „Schon im Zuge des Wirtschaftsausschusses am 11. März haben wir Freiheitliche gefordert, die Kammerbeiträge für 2020 komplett auszusetzen und bereits bezahlte Gebühren den Unternehmern rückzuvergüten. Die Wirtschaftskammern Österreich haben Rücklagen in Höhe von rund einer Milliarde Euro, die zum Großteil auf die Kammerbeiträge zurückzuführen sind. Hier – und nicht nur bei Wirtschaftsempfängen in guten Zeiten – sollte nach dem Motto ´Klotzen statt Kleckern´ vorgegangen werden und nicht über kleinliche Stundungsvarianten diskutiert werden. Die FPÖ fordert daher weiterhin, die Wirtschaftskammer-Beiträge heuer ohne weitere Diskussion zur Gänze zu streichen“, so Angerer.

Landesparteiobmann Mag. Gernot Darmann, geschäftsführender Klubobmann NAbg. Herbert Kickl, NAbg. Bgm. Erwin Angerer

Vor diesem Hintergrund wiederholt Angerer auch die von FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl aufgestellte Forderung nach einem Strategiewechsel für die Wirtschaft angesichts der Coronakrise: „Wir müssen die wirtschaftlichen Maßnahmen, die seitens der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus getroffen wurden, ernsthaft überdenken. Wenn es so weitergeht wie bisher, dann stehen ganz viele Betriebe vor dem endgültigen Ruin. Natürlich geht der Schutz der Gesundheit vor, aber wir müssen auch die Wirtschaft schützen, ansonsten bricht unser ganzes System zusammen.“

Es gebe Hilfen, die weit unternehmerfreundlicher sind als jene, die die Regierung den Betrieben häppchenweise in Pressekonferenzen verkauft, so Angerer.

Es gebe Hilfen, die weit unternehmerfreundlicher sind als jene, die die Regierung den Betrieben häppchenweise in Pressekonferenzen verkauft, so Angerer. „Die wirtschaftlichen Folgeschäden werden bei Beibehaltung des Kurz-Kurses katastrophal sein. Da wirkt die Stundungsbereitschaft der Wirtschaftskammer gleich doppelt zynisch, wenn man bedenkt, dass es, wenn es so weiter geht, im Herbst wohl kaum mehr Unternehmer geben wird. Wir brauchen bis nach Ostern dringend einen Neustart mit einem umfassenden Konjunkturpaket für unsere Unternehmerschaft“, erklärt der FPÖ-Wirtschaftssprecher.

Die FPÖ werde daher im Zuge der heutigen Nationalratssitzung wieder Anträge einbringen, in denen eine flexiblere und raschere Unterstützung der Unternehmer gefordert wird und die auch ein baldiges, kontrolliertes Wiederhochfahren der Wirtschaft ermöglichen, „damit unsere Betriebe die Coronakrise wirtschaftlich überleben!“