Gailtal Journal: Herr Assinger, vor der Saison ist auch nach der Saison. War für Sie die vergangene Saison wirklich so durchwachsen und phasenweise schlecht, wie es auf
diversen Plattformen oft diskutiert wurde?
Roland Assinger: All den Meldungen kann ich nichts abgewinnen. Denn es war bei Gott keine schlechte Saison. Conny Hütter und Katharina Liensberger sind bis zum Schluss um die kleine Kugel mitgefahren. Kathi Truppe landete ihren Premierensieg im Slalom, und auch die Heim-WM mit vier Damenmedaillen sprechen für sich.
Konnte dieser Elan in die neue Saison mitgenommen werden?
Definitiv, denn die Leistungen passen. Mit Trainerneuzugang Martin Sprenger kam neuer Input und der Teamspirit ist auch ausgezeichnet. So wie es auch die Trainingsbedingungen in Übersee und auf den heimischen Gletschern waren. Und Julia Scheib landete in Sölden ihren ersten Weltcupsieg.

Mit Katharina Truppe, Nadine Fest und Carmen Spielberger sind drei Kärntner Rennläuferinnen mit im Team? Wie beurteilen Sie ihre Perspektiven?
Kathi hat sehr viel an Selbstvertrauen getankt und ihre bisherigen Trainingssparrings waren ausgezeichnet. Nadine ist zurück, hat mehr an Ruhe gewonnen und ist bei den internen Zeitläufen immer vorne mit dabei. Für Carmen hat das Kennenlernen der verschiedenen WC-Rennstrecken Priorität.
Sie haben Max Franz in Chile getroffen. Wie geht es dem Weißbriacher bei seinem Weltcup-Restart?
Max geht es gesundheitlich gut und er hat seinen sehr starken Charakter auch gleich wieder auf der Piste gezeigt. Ich wünsche ihm Alles Gute!
Was kommt Ihnen sofort ins Gedächtnis, wenn Sie den Namen ihres Bruders Armin hören?
Die FIS-Strecke auf dem Nassfeld. Weil wir dort von unserem Vater Ignaz immer perfekt trainiert und auf die kommenden Rennen vorbereitet wurden. Es war eine sehr schöne gemeinsame Zeit.

Wie würden Sie Roland Assinger beschreiben?
Als einen sehr emotionalen, konsequenten, mitlebenden Menschen, der ein authentischer Trainer ist. Auch alles vorlebt, was er predigt und auf Regeleinhaltung achtet. Dem alle Athletinnen gleich wichtig sind und der sich riesig freut, wenn sie für ihre tägliche Arbeit mit Erfolgen belohnt werden.
Sie leben mit Ihrer Gattin Daniela und Ihren Kindern Severin und Valerie in Radstadt. Was verbindet Sie noch mit dem Gailtal?
Meine Besuche bei meinen Eltern Melitta und Ignaz in Kühweg. Die Treffen mit Freunden und natürlich die Erinnerungen an 25 Jahre wunderschöne Gailtal-Erlebnisse. Daham ist Daham. Das Gailtal wird immer mein Zuhause sein.









































