„Einmal habe ich vergessen …“

Arnoldstein -

Torhüter sind bei vielen Teamsportarten immer ein ganz wichtiger und oft auch spielentscheidender Mannschaftsteil. So auch beim Eishockey. Und hier hat der der Eishockey Club Arnoldstein mit Christian Santner und Max Zimmermann bei seinen Meisterschaftsspielen in der AHC Division III Mitte zwei verlässliche Schlussmänner.

Der EC Arnoldstein spielt in der AHC Division III Mitte um Meisterschaftspunkte

Aufgrund der vergangenen kalten Außentemperaturen, konnte der EC Arnoldstein einige Heimspiele in seiner Eisarena “Konventgarten” austragen und mit seinen Fans eine perfekte Heimatatmosphäre schaffen und genießen. „Wir danken unseren Fans für die Unterstützung. Leider ist diese Saison etwas durchwachsen, aber der 4:2 Sieg gegen die Gallin Foxes stimmte zuversichtlich. Die Kabinenstimmung ist super und zudem haben wir mit Christian und Max zwei ganz besondere „Hexer“ im Drahtkasten stehen“, berichtet der ECA-Obmann Dittmar Michor.

Noah Gratzer, Max Zimmermann, Bruder Paul und Vater Welf Zimmermann jun. bei einem Hobbyteamtraining

Santner: „Ich spiele den Torhüter-Butterfly-Stil“

Der 30-jährige Jadersdorfer Christian Santner, seit sechs Saisonen beim ECA, zog letzte Saison mit seinen Teamkollegen ins Play-Off ein. „Genau das wollen wir wiederholen. Diesmal wird es gegen den direkten Konkurrenten und Derbygegner ASKÖ Göriach aber eine enge Kiste werden“, analysiert der zweifache Familienvater, auf Milchwirtschaft spezialisierte Landwirt, Hasslacher Sägewerker, Eishockeystürmer und aktueller Torhüter. „Stimmt, ich spielte in der Wiener Eishockeyliga, meinem Team fehlte ein Goalie, so stellte ich mich in den Drahtkasten. Wir wurden sogar Wiener Meister“. Durch seine Freunde Daniel Moritz und Manuel Hartlieb kam der KAC-Fan und Heimkehrer schlussendlich zum ECA und seine Lebenspartnerin Ina unterstützte dies. Auf die Frage nach einem Hoppala, beginnt der „Hexer“ mit der Rückennummer 11 zu schmunzeln: „Einmal habe ich vergessen, meine Eishockeyschuhe vom Schleifen abzuholen und bin erst in der Kabine draufgekommen. Zum Glück war der Laden noch offen und ich konnte noch spielen“.

Christian Santner (li.) und Max Zimmermann sind keine Backups, sondern wertschätzen sich gegenseitig als „Einsertorhüter“

Zimmermann: „Meine 170 cm Körpergröße, erfordern flinke Beine“

Beim ECA wäre dies kein Problem gewesen, weil Max Zimmermann mit Beinschonern, Fanghandschuh und Gitterhelm sofort als Hexer aufgefahren wäre. Denn der 18-jährige Nötscher hat beim VSV-Nachwuchs das Torhüterhandwerk nach sehr professionellen Anleitungen erlernt und so manchen gegnerischen Angreifer zur Verzweiflung gebracht. Bei ECA bildet er mit Santner das „Einsertorhütertandem“. Der Bundesheergrundwehrdiener, sowie Wirtschafts- und Rechtstudent, glänzt sowohl am Eis, als auch im Fitnessstudio mit eiserner Disziplin und großem Ehrgeiz. Seine Freunde kennen ihn aber auch als ruhigen und gelassenen Typen. „All diese Charaktereigenschaften waren mir bisher sehr hilfreich. Egal ob bei meiner Reise in den US-Bundestaat Wisconsin, beim Golfen in Velden, unserem Vereinstrainingslager in Toblach/Italien oder meiner Fortbildung beim Torhütercamp des Ex-VSV Goalies Markus Kerschbaumer“.