Der Ex-Ligakicker bei Dellach/Gail ist neben Lukas Steinwender auch ein verlässlicher Torjäger. In seiner ersten Saison (2023/24) als Spielertrainer wurde der Aufstieg in die 1. Klasse nur knapp verpasst. Dafür klappte es aber in der nächsten Saison mit 12 Punkten Vorsprung auf Verfolger Tristach und ohne Niederlage sowie einer Tordifferenz von 119:18.
Winterkönig ohne Niederlage
Die Erfolgsserie wurde nun auch in der 1. Klasse West fortgesetzt. SG Gitschtal hat im Herbstdurchgang noch kein Spiel verloren und war bereits vorzeitig Halbzeitmeister.
„Schon eine beachtliche Serie, auf die wir natürlich stolz sind und die hoffentlich noch länger anhält“ so ein lachender Spielertrainer, der schon bei Austria Kärnten, Hermagor, Nötsch, Kirchbach und Dellach/Gail kickte.

Wie kann man diese unglaubliche Siegesserie erklären?
Kofler: (lacht) „Gute Frage – vielleicht das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen!
Wir haben eine gute Trainingsbeteiligung, alle ziehen voll mit. Wir arbeiten von Einheit zu Einheit konsequent, versuchen uns stetig zu verbessern und setzen das, was wir trainieren, auch im Spiel um. Das ist letztlich der Schlüssel zu unserem Erfolg“.
Wieviel Anteil an diesen Erfolgen hat die Person Philipp Kofler?
„Ich sehe das ganz klar als Team- bzw. Vereinsleistung. Ein einzelner Trainer, Spieler oder Funktionär kann im Mannschaftssport wenig erreichen. Es muss alles zusammenpassen – Vereinsphilosophie, Umfeld, Organisation, Infrastruktur, Platzverhältnisse, Stimmung etc. Bei uns passt einfach das Gesamtpaket“.
Ziele mit Gitschtal?
„Kurzfristig bzw. vor der Saison 2025/2026 haben wir uns einen Platz unter den “Top Fünf” vorgenommen. Nach der starken Herbstsaison wollen wir aber natürlich um den Aufstieg in die Unterliga mitspielen. Mittelfristig ist es mir wichtig, junge, einheimische Spieler zu fördern und sie Schritt für Schritt in die Kampfmannschaft zu integrieren“.
FC Hermagor ist nicht mehr vertreten?
„Ich hatte beim FC Hermagor eine tolle Zeit. Es hat immer Spaß gemacht, und ich bin heute noch mit einigen ehemaligen Spielern, Trainern und Funktionären im Austausch.
Natürlich ist es sehr schade, dass der Verein die Kampfmannschaft aufgeben musste, aber ich kann die Entscheidung nachvollziehen“.
Wie siehst du generell den Gailtaler Fußball?
„In der Vergangenheit wurde leider zu wenig Wert auf die Nachwuchsarbeit gelegt. Viele junge Spieler sind dadurch verloren gegangen. Inzwischen hat man aber erkannt, dass der Nachwuchs das Fundament und die Zukunft jedes Vereins ist. Im Nachwuchsbereich tut sich wieder was – das ist enorm wichtig für die Zukunft des Gailtaler Fußballs und stimmt mich positiv“.
Privates
Philipp Werner Kofler wohnt mit seiner Verlobten Magdalena in Hermagor. Beruflich ist er seit August 2022 als Finanzverwalter bei der Gemeinde Weissensee tätig. Seine Hobbys sind Wandern, Skifahren und Reisen.
Auch seine Schwester Julia (27), wie könnte es anders sein, ist seit ihrer Kindheit eine Fußballerin. Die Gailtalerin wechselte im Sommer 2025 von Altach für drei Monate nach Norwegen und zwar zu AAFK Fortuna.











































