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Winter im Naturpark Dobratsch

Villacher Alpe, Dobratsch -

Kein anderer Berg Mitteleuropas hat die Wende vom veralteten Skigebiet hin zu einem modernen Nachhaltigkeitsmodel für den Wintertourismus des 21. Jahrhunderts so vorbildlich bewältigt wie unser Naturpark Dobratsch. Im heurigen Winter wird nunmehr auch die Mobilitätswende im Naturpark durch das umfangreiche Busangebot der Stadt Villach, der Tourismusregion und des Naturparks eingeläutet.

Schneespielplatz Rosstratte

Mobilitätswende im Naturpark Dobratsch

Rund 40.000 PKW-Auffahrten in der vergangenen Wintersaison machen verkehrsberuhigende Maßnahmen im Naturpark notwendig. Der Naturpark soll möglichst sanft und nachhaltig genutzt werden, um den Naturraum sowie Grund und Boden zu schützen. Daher wurden diesen Winter Parkgebühren in der mautfreien Zeit eingeführt.
Als perfekte Alternative zum Individualverkehr gibt es ein sehr attraktives Busangebot, das weiter ausbaut wurde. Der Naturparkbus ist das beste öffentliche Verkehrsangebot in einem Schutzgebiet oder Naturpark österreichweit.

Naturparkreferentin Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner: „Ein so perfektes öffentliches Verkehrsangebot auf den Dobratsch gab es noch nie seit Bestehen des Naturparks.“

2002 – 2022 – Kärntens 1. Naturpark wird 20

Das Arbeitsprogramm für das Jubiläumsjahr ist dicht gedrängt.
Die Weiterentwicklung des barrierefreien Naturerlebnisses, ein Waldprojekt, Streuobstwiesen-Schnittkurse, Sensenmähkurse, Fledermausforschung etc. stehen auf der Umsetzungsliste.


„Für die zukünftige Entwicklung des Naturparks Dobratsch setzen wir auf den Slogan ,Qualität vor Quantität‘. Es geht darum, die Erlebnisqualität zu steigern, die Attraktivität des Naturparks als Naherholungsgebiet und naturtouristische Destination zu erhalten sowie das Natur-Erlebnis so zu gestalten, dass sich die Natur- und Kulturlandschaft optimal entwickeln kann. Davon profitieren alle: Bewohnerinnen und Bewohner der Naturpark-Gemeinden, Gäste aus Nah und Fern und natürlich unsere Natur“, gibt Naturpark-Landesrätin Sara Schaar die Strategie für die künftigen Naturpark-Schwerpunkte vor.

Schneeschuhwandern                                                                                                      (c) Michael Stabentheiner


Winterangebote mit den Naturpark-Rangern


Das Naturpark-Winterprogramm ist ein wesentlicher Beitrag zum Schutz des wertvollen Lebensraumes. Eine Führung mit unseren hochqualifizierten Naturpark-Ranger*innen lässt Sie die kalte Jahreszeit aus vielen neuen Blickwickeln erleben und neue Erkenntnisse über die Natur gewinnen.

Winter im Naturpark hat wieder viele Highlights


Das Naturpark-Team hat sich auch heuer wieder ein umfangreiches Programm für den Winter einfallen lassen: Natur- und Tierbeobachtungen, der wunderschöne Sternenhimmel, Bastelnachmittag und vieles mehr. Mit sieben Programmpunkten und 49 Terminen ist es so anregungsreich wie die geschützte Natur- und Kulturlandschaft selbst.

Wunderschöne Wanderungen in der Schütt

Bürgermeister Ing. Reinhard Antolitsch verrät einen Geheimtipp im Naturpark: „In der Schütt lässt sich die wunderschöne Winterlandschaft ganz ursprünglich erleben. Viele gemütliche Wanderungen von Arnoldstein, Nötsch i.G. und Oberschütt bieten sich an. Eine Einkehr bei Lisi´s Almwirtschaft mitten in der Natur, mit regionalen Köstlichkeiten, ist das lohnenswerte Ziel“.

Schatzsuche im Schnee und Weihnachtsdekoration

„Vor allem für Kinder hat der Naturpark diesen Winter spezielle Angebote ausgearbeitet: Eine interaktive Schatzsuche mittels Lawinensuchgerät wird angeboten. Damit lernen die Kinder spielerisch den Umgang mit diesem lebenswichtigen alpinen Gerät“, führt Bürgermeister Christian Hecher aus.

Magische Momente – Naturpark unplugged

„Bei der stimmungsvollen Wanderung von der Aichingerhütte zum Gams- und Gipfelblick mit historischen Lampen lässt man den Alltag hinter sich und wird geerdet. Ein Lagerfeuer und ein heißer Glühwein oder Tee mit Blick über Kärnten bilden den traumhaften Abschluss dieser magischen Tour“, weiß der Nötscher Bürgermeister HLFL-Ing. Alfred Altersberger.