Hochwasserhilfe:

Bilanz zu Spendenaktion in Gemeinderatsitzung

Rattendorf - Das Wasser kam binnen kürzester Zeit, ebenso rasch formierten sich im vergangenen Herbst aber auch Krisenstab, Hilfs- und Rettungskräfte, um mit unglaublicher Ausdauer der Katastrophe die Stirn zu bieten. Nun, nur wenige Monate später, wird auch die finanzielle Hilfe für Gebäude- und Wohnraumsanierungen aus den Spenden des Nothilfsfonds bei den betroffenen Familien einlangen.

Luftaufnahme vom Bundesheer
Schäden im Wert von rund 1,652 Millionen Euro haben die Hochwassermassen im vergangenen Herbst verursacht, als sich die Gail ungezügelt ihren Weg durch das Tal bahnte und die Bewohner im Raum Rattendorf und Jenig auch durch die so entstandenen, entsetzlichen Schäden sprichwörtlich „überschwemmte“. Im gestrigen Hermagorer Gemeinderat wurde über die vom Nothilfskomitee beschlossene Aufteilung der getätigten Spenden berichtet.

Solidarität mit Opfern

„Durch die Spenden von Privatpersonen, Vereinen und Organisationen sowie die ausbezahlten Versicherungsgelder können die Schäden bei vielen Gebäuden in Rattendorf und Jenig finanziell ersetzt werden. Ebenso wird an der Unterstützung der verbliebenen Familien gearbeitet“, so Bürgermeister Siegfried Ronacher, Krisenstabsleiter beim Hochwasserereignis. Weitere Hilfsmaßnahmen für die Landwirte, neben den von den Landes-Agrarbehörden koordinierten Sanierungsmaßnahmen für die überschwemmten Landwirtschaftsflächen, werden z. B. finanzielle Unterstützung beim Futtermittelankauf sein. Deshalb bleibt das Spendenkonto der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See mit der Kontonummer AT92 2070 6050 0000 0892, mit dem Verwendungszweck „Spende Hochwasser“ weiterhin geöffnet, informierte Ronacher weiter.

Bürgermeister Siegfried Ronacher bedankte sich in der Gemeinderat Sitzung bei allen Blaulicht- und Hilfsorganisationen, dem Bundesheer, den Unternehmen, und den freiwilligen Helfern und Spendern.

Fair und unbürokratisch

Das Geld, das auf die Spendenkonten der Freiwilligen Feuerwehr Rattendorf (221.919,25 Euro), der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See (73.757,90 Euro) und der Aktion „Kärntner in Not“ der Kleinen Zeitung (100.000,00 Euro) geflossen ist, wurde durch das Nothilfskomitee schnell, fair und unbürokratisch den Betroffenen zugewiesen. Das Notfallkomitee wurde gebildet durch Vertreter aus den Sozialen Clubs der Region, dem Roten Kreuz, den Feuerwehren, der Katholischen und Evangelischen Kirche, dem Sozialhilfeverband, der Volkshilfe Kärnten sowie Bürgermeister Siegfried Ronacher,

Dank von Herzen

„Wenn eine solche Katastrophe über Orte hereinbricht, ist es unglaublich, welche menschlichen Kräfte sich entwickeln. Gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie immens stark Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft bei uns sind. Ich danke noch einmal allen Blaulicht- und Hilfsorganisationen, dem Bundesheer, den Unternehmen, den freiwilligen Helfern und Spendern“, so Bürgermeister Siegfried Ronacher abschließend.