AK-Präsident Goach: „Kärntens Energieanbieter müssen bei Strompreissenkungen nachziehen!“

Kärnten -

Stromkosten bleiben zentraler Preistreiber für Kärntner Haushalte. AK-Präsident Günther Goach: „Wir erwarten von den Kärntner Energieanbietern eine faire Reduktion der Preise – und zwar ehestmöglich!“ In Richtung Bund appelliert Goach: „Kärnten hat die höchsten Netzkosten im Österreichvergleich. Was wir brauchen, sind einheitliche und faire Netzkosten, die bundesländerübergreifend gelten!“

AK-Präsident Goach fordert faire Strompreise und Investitionen in Versorgungssicherheit für Kärntner Haushalte

Bezahlbare Energie als Schlüssel zur Entlastung

Angesichts der massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten sei leistbare Energie ein entscheidender Hebel zur Entlastung bei Fixkosten. Positiv bewertet Goach daher die Ankündigung des Stromerzeugers Verbund, die Preise zu senken: „Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jetzt sind die heimischen Energieanbieter gefordert, diesem Beispiel zu folgen. Dennoch: Für die Menschen in unserem Land braucht es beim Strompreis jetzt keine Ankündigungen, sondern Taten und Fakten!“

Kärnten: Spitzenreiter bei den Netzgebühren

Dringenden Handlungsbedarf sieht Goach auch bei den Netzkosten: „Kärnten weist österreichweit die höchsten Netzgebühren auf – das treibt die Stromrechnung zusätzlich in die Höhe.“ In Richtung Bund richtet er daher einen klaren Appell: „Der Bund ist gefordert, diese regionalen Ungleichheiten zu beheben und für faire, einheitliche und transparente Netzkosten zu sorgen.“  

Investitionen statt Dividenden

Darüber hinaus fordert Goach, die hohen Gewinne der großen Stromkonzerne stärker miteinzubeziehen. „Statt Dividenden und Ausschüttungen in den Vordergrund zu stellen, müssen diese Mittel gezielt in die Modernisierung der regionalen Kraftwerksanlagen und in den Netzausbau investiert werden.“ Solche Investitionen seien entscheidend, um die Versorgungssicherheit zu stärken und langfristig stabile sowie leistbare Strompreise zu gewährleisten. Abschließend hält der AK-Präsident fest: „Kärnten hat den höchsten Anteil an erneuerbarer Energie unter allen Bundesländern – diese sehr gute Ausgangsposition gilt es zu nutzen. Die Chancen für die Energiewende, von der alle profitieren, müssen als gesamtgesellschaftliches Anliegen gesehen und verwertet werden – zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, zur Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Versorgung mit leistbarer und klimaschonender Energie. Deshalb müssen Politik und Energiewirtschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen.“