Rund 14 Millionen Euro für die Erhaltung des ländlichen Wegenetzes
Dieses Jahr stehen kärntenweit rund 14 Millionen Euro für die Erhaltung des ländlichen Wegenetzes zur Verfügung. Davon sind 10,3 Millionen Euro reine Landesmittel. Damit werden dieses Jahr Projekte in 103 Kärntner Gemeinden realisiert, die von größeren Um- und Ausbauten bis hin zu klassischen Instandsetzungsmaßnahmen reichen. „Ein gut ausgebautes ländliches Wegenetz ist grundlegend für die Entwicklung unserer Regionen und des ländlichen Raums. Wir steigern damit die Mobilität und stärken die landwirtschaftlichen, touristischen und infrastrukturellen Potenziale in den Regionen“, sagt LHStv. Martin Gruber.
Projekte im Bezirk Hermagor
Im Bezirk Hermagor sind im Bauprogramm Projekte mit Baukosten in Summe von 1,39 Millionen Euro vorgesehen. Ein Großteil der Gesamtbaukosten wird über das Agrarreferat gefördert, dafür sind heuer Landesmittel in der Höhe von 872.000 Euro reserviert. „Jede Investition in das ländliche Wegenetz ist auch eine Investition in unsere regionale Wirtschaft. Das unterstützt heimische Betriebe, sichert Arbeitsplätze und hält die Wertschöpfung im Land“, sagt Gruber.
Lesachtal: Sanierung des Güterweges Raut
Direkt nach Ostern starten die ersten Projekte im ländlichen Wegenetz. Zu den größeren Maßnahmen im Bezirk Hermagor zählt etwa die Sanierung des 2,3 Kilometer langen Güterweges „Raut“ im Lesachtal, der ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Schwalbenkofel ist. Die Vorabreiten an dem Weg haben bereits im Dezember 2024 begonnen, im April starten die Bauarbeiten, bei denen im ersten Schritt der desolate Asphaltbelag entfernt wird. Im Anschluss erfolgen Auskofferungen, die Erneuerung der Entwässerung und sowie Maßnahmen zur Drainagierung der Hangwässer. Eine besondere Herausforderung bei dem Projekt sind die generell schwierigen geologischen Gegebenheiten des Lesachtales. Daher müssen die Böschungen teilweise mit Geogittern und Steinschlichtungen gesichert werden. Der Weg erschließt sieben Höfe, drei Wohnhäuser, 670 Hektar land- und forstwirtschaftliche Fläche sowie 1.100 Hektar Wald. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, wovon 400.000 Euro heuer verbaut werden. 260.000 Euro davon werden aus dem Agrarreferat finanziert.
Lesachtal: Sanierung Güterweg von Birnbaum nach Nostra
Ein weiteres Projekt befindet sich ebenfalls im Lesachtal und betrifft den Güterweg von Birnbaum nach Nostra. Die Sanierung der Weganlage, die zehn Höfe und 8 Wohnhäuser erschließt und zum Wollayersee führt, wird heuer nach insgesamt fünf Jahren Bauzeit abgeschlossen. Die finalen Arbeiten umfassen die Asphaltierung von ca. 1,6 Kilometern Weg, abschließende Hangsicherungsmaßnahmen sowie die Montage von Leitschienen. Im Jahr 2025 fallen Baukosten in der Höhe von 500.000 Euro an, davon kommen 325.000 Euro aus dem Agrarreferat. Insgesamt werden in die gesamte Weganlage rund drei Millionen Euro investiert, 1,9 Millionen Euro davon sind Fördermittel des Agrarreferates.
Neues Förderangebot
Darüber hinaus gibt es mit der „Gradern- und Walzen-Offensive“ ein neues Förderangebot, das Wegerhalter mit einer geringen Unterstützungsleistung zur laufenden Instandhaltung von Wegen zu animieren soll. „Damit wollen wir größere Schäden an den Wegen vermeiden, die Intervalle für aufwändige Generalsanierungen verlängern und so langfristig allen Beteiligten Kosten ersparen“, erklärt Gruber. Aus dem Bezirk Hermagor können bis 1. Mai 2025 Anträge digital über die Homepage des Landes gestellt werden. 35 Prozent der anrechenbaren Kosten werden als Förderung gewährt.