Landespreis verliehen: Kärntner Betriebe zeigen, wie Familienfreundlichkeit funktioniert

Kärnten -

Kind krank? Betreuung in den Ferien? Papamonat oder Wiedereinstieg nach der Karenz? In Kärnten zeigen vier ausgezeichnete Unternehmen, dass eine echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich ist. Sie wurden mit dem Landespreis „Familienfreundlichster Betrieb Kärntens 2025“ geehrt und beweisen: Familienfreundlichkeit ist kein Luxus, sondern ein klarer Vorteil für Betriebe jeder Größe.

V. l.: WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Astrid Legner, smarter-software-Geschäftsführer Stefan Wagner und FiW-Landesgeschäftsführerin Tanja Telesklav

Best-Practice-Beispiele als Vorbild

„Die ausgezeichneten Betriebe sind nicht nur attraktive Arbeitgeber, sie sind Vorbilder für den Wirtschaftsstandort Kärnten“, sagt Astrid Legner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW). „Wer heute die besten Talente gewinnen und halten will, muss auf Vereinbarkeit setzen.“ Die Siegerbetriebe sind zudem für den Staatspreis „Familie & Beruf“ 2026 nominiert. Eine sechsköpfige Jury wählte die Gewinner aus: „Jeder nominierte Betrieb lebt Familienfreundlichkeit mit Herz und Engagement“, betont FiW-Landesgeschäftsführerin Tanja Telesklav. Jeder Landessieger erhielt eine einzigartige Trophäe aus Treibholz und Glas, symbolisch für die Zufriedenheit, die Vereinbarkeit im Betrieb schafft.

Die vier Landessieger im Überblick

smarter software – Mittelunternehmen

Das Klagenfurter Softwareunternehmen überzeugt mit Kinderbetreuungszuschuss, Papamonat, eigenem Kinderraum, flachen Hierarchien und flexiblen Gleitzeitmodellen. Gründer Stefan Wagner erklärt: „Wer die besten Talente gewinnen will, muss auf allen Ebenen in Qualität investieren.“ Aktuell beschäftigt das Unternehmen 24 Mitarbeiter:innen, die Bürofläche soll bald verdoppelt werden.

wuapaa – Kleinunternehmen

Die Klagenfurter Werbeagentur setzt auf individuelle Arbeitszeitmodelle, Karenzregelungen und Wiedereinstieg. „Familie ist ein wichtiger Teil unserer Personalpolitik“, sagt Matija Kampuš. Gutscheine, Weiterbildung und betriebliche Pensionskassen unterstützen das Team von 14 Mitarbeiter:innen zusätzlich.

Bei den Kleinunternehmen ist wuapaa der “Familienfreundlichste Betrieb” Kärntens. V. l.: wuapaa-Geschäftsführer Matija Kampuš, WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Astrid Legner und FiW-Landesgeschäftsführerin Tanja Telesklav (c) WKK | FiW 

autArK – Non-Profit-Organisation

Autark fördert Frauen, bietet familienorientierte Arbeitszeiten, Weiterbildung und Gesundheitsprogramme. Geschäftsführer Andreas Jesse: „Ein familienfreundliches Arbeitsumfeld stärkt Motivation und Bindung.“ Mit 33 Standorten in Kärnten werden systematisch Maßnahmen zur Vereinbarkeit umgesetzt.

Hilfswerk Kärnten – Non-Profit-Organisation

Mit 150 Arbeitszeitmodellen, Kinderbetreuung in Ferien und an Fenstertagen sowie einer eigenen Akademie für Weiterbildung schafft das Hilfswerk maximale Flexibilität für über 1.000 Beschäftigte. Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler betont: „Wir leisten seit Jahrzehnten Pionierarbeit in Sachen Familienfreundlichkeit.“

Ex aequo auf Platz eins landet in der Kategorie Non-Profit-Organisation das Hilfswerk. V. l.: Hilfswerk-Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler, Hilfswerk-Akademie-Leiter Christian Havelka und WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Astrid Legner (c) WKK | FiW