Ohne Nachwuchs kein Warenfluss: Wirtschaftskammern setzen auf digitale Lernangebote

Kärnten/ Österreich -

Wenn Waren nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden, gerät die Wirtschaft ins Stocken. Doch die eigentliche Herausforderung beginnt viel früher – beim Fachkräftenachwuchs. Besonders der Großhandel setzt auf gezielte Nachwuchsförderung und moderne Ausbildung, um die Branche fit für die Zukunft zu machen.

Die Wirtschaftskammern stärken die Ausbildung im Großhandel mit digitalen Lernangeboten für Betriebe und Lehrlinge

Fachkräftemangel gefährdet die Versorgungssicherheit

Der Großhandel ist ein oft übersehenes, aber unverzichtbares Bindeglied in der österreichischen Wirtschaft. Er vernetzt Industrie, Handel und Endkund:innen – regional wie international. Lehrstellenportale zeigen: Viele Unternehmen suchen derzeit aktiv nach Auszubildenden für den Lehrberuf Großhandelskaufmann bzw. Großhandelskauffrau. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Berufsbilder. Digitale Kompetenzen, komplexe Beschaffungsprozesse, internationale Lieferbedingungen, rechtliche Grundlagen, Kundenkommunikation und Nachhaltigkeit sind heute ebenso Teil des Berufsalltags wie klassische Handelskenntnisse.

Die Lehre als Fundament für stabile Abläufe

Da der Großhandel meist im Hintergrund arbeitet, ist das Berufsbild in der Öffentlichkeit weniger präsent, als es seine Bedeutung vermuten lässt. Vielen Jugendlichen ist nicht klar, welche Verantwortung und Vielfalt der Beruf des Großhandelskaufmanns bzw. der Großhandelskauffrau mit sich bringt. Dabei ist der Großhandel das zentrale Bindeglied zwischen Märkten, Menschen und Materialien – ein systemrelevanter Wirtschaftszweig.

Ausbildung als Standortfrage

Die Wirtschaftskammern Österreichs fördern deshalb gezielt Ausbildungsbetriebe. Ein Beispiel ist die digitale Lernplattform wîse up, die praxisnahe Inhalte für Lehrlinge bereitstellt. Mit dem neuen Berufskanal Großhandelskaufmann/Großhandelskauffrau reagiert die Plattform direkt auf die Anforderungen der Branche.