Orts- und Regionalentwicklung: 460 Projekte aus den Regionen für die Regionen

Kärnten -

Ein starker und wettbewerbsfähiger ländlicher Raum mit regionaler Identität fördert nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern wirkt auch der Abwanderung aus Tälern und peripheren Gebieten entgegen. Die ländlichen Lebensverhältnisse zu verbessern und dafür Bewusstsein zu schaffen, ist ein wesentliches Ziel der Orts- und Regionalentwicklung des Landes Kärnten.

LHStv. Gruber: Im vergangenen Jahr flossen 27 Millionen Euro Fördermittel in regionale Arbeitsprogramme – Zusätzlicher Fokus 2026 auf Regionalen Entwicklungsleitbildern in Ober- und Mittelkärnten sowie Orts- und Stadtkernbelebung

Das Kärntner Regionalentwicklungsgesetz sieht daher auch die Erarbeitung jährlicher Arbeitsprogramme durch die Regionen vor. Was in diesem Zusammenhang 2025 umgesetzt wurde und wie es 2026 weitergeht, darüber berichtete LHStv. Martin Gruber am Dienstag in der Regierungssitzung. „Die Arbeitsprogramme sind aber auch ein beeindruckender Beweis dafür, was die Orts- und Regionalentwicklung in den Kärntner Regionen alles bewegt”, betont Gruber.

Starke Impulse für Kärnten

Für das Jahr 2025 umfassten die regionalen Arbeitsprogramme für alle sieben Kärntner Regionen zusammen rund 460 Projekte. „Eine Zahl, die für sich spricht. Denn dahinter stecken 460 Ideen, Initiativen, Maßnahmen und Projekte aus den Regionen für die Regionen. Damit gelingt es, sich als Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstandorte zu entwickeln“, so Gruber. 179 Projekte davon sind bereits abgeschlossen, 171 befinden sich in der Umsetzung und 103 werden derzeit geplant. Die Projektkosten hierfür belaufen sich auf über 46 Millionen Euro. Gefördert werden sie mit rund 27 Millionen Euro aus LEADER- und ORE-Mitteln. „Die Förderschienen aus der Orts- und Regionalentwicklung haben somit einen signifikanten Multiplikatoreffekt, der für Investitionen und Wertschöpfung vor Ort sorgt“, betont Gruber.

Regionale Entwicklung stärkt Ober- und Mittelkärnten

Im Jahr 2026 sind einige Schwerpunkteaktivitäten geplant, die zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen im Rahmen des Regionalentwicklungsgesetzes durchgeführt werden. Hierzu zähle unter anderem die Erarbeitung der Regionalen Entwicklungsleitbilder für Ober- und Mittelkärnten sowie die Steigerung der Attraktivität von Orts- und Stadtkernen in ländlichen Regionen. Im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit sollen zudem auch Maßnahmen in Bezug auf die Koralmbahn umgesetzt werden, um deren Potenzial für die Regionen bestmöglich zu nutzen. Die regionalen Arbeitsprogramme für 2026 umfassen mit Stand Januar derzeit 274 Projekte. Die Summe der förderfähigen Kosten belaufe sich auf rund 30 Millionen Euro, die Fördersumme auf über 18 Millionen Euro.

Tourismus und Regionalentwicklung Hand in Hand

Parallel zur nun beschlossenen Tourismusreform sollen zudem auch in der Regionalentwicklung verstärkende Maßnahmen im Bereich der Freizeitinfrastruktur in den Fokus genommen werden. „Die Orts- und Regionalentwicklung war schon immer eine Querschnittsmaterie“, so Gruber. Von den aktuell 23 in Umsetzung befindlichen Projekten, die eine Förderung aus Mitteln der Orts- und Regionalentwicklung zugesichert bekommen haben, betreffen allein neun touristische Infrastruktur. Ein aktuelles Beispiel davon sei die Bleiburger Hütte, die zu einem Ort für Schutz und Information umgestaltet und weiterentwickelt werden soll. Dieses Projekt werde sowohl aus der Orts- und Regionalentwicklung als auch aus Landestourismusmitteln unterstützt.