Spritpreise im Jahresvergleich
Verglichen mit Jänner 2025 sind die Rohölpreise um über 30 Prozent gefallen. An den Tankstellen zeigt sich dieser Rückgang jedoch nur teilweise: Im Jänner 2026 lag der Durchschnittspreis bei 1,488 Euro pro Liter Diesel und 1,455 Euro für Super – lediglich rund acht Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Auch die Nettopreise ohne Steuern und Abgaben, die mehr als die Hälfte des Preises ausmachen, sanken nur um etwa 13 Prozent. Für den ÖAMTC zeigt dies, dass die Preissenkung bei Rohöl nicht vollständig an die Konsument:innen weitergegeben wird und die Spritpreise daher weiterhin Spielraum nach unten haben.
Rohölpreise wirken kaum auf Tankstellenpreise
Der Einfluss sinkender Rohölpreise auf den Spritpreis wirkt nach wie vor begrenzt, während Preiserhöhungen bei steigendem Ölpreis nahezu sofort an der Zapfsäule ankommen. Aus Sicht des ÖAMTC ist die kürzlich gestartete Sonderprüfung durch die Preiskommission ein wichtiger Schritt, um mehr Transparenz bei der Preisgestaltung zu schaffen. Ein größerer Hebel für faire Preise liegt zudem auf europäischer Ebene, da Maßnahmen auf nationaler Ebene die Preisentwicklung nur begrenzt beeinflussen können.
Clever tanken
Besonders in westlichen Bundesländern wie Tirol und Salzburg, die in den Semesterferien häufig Ziel von Urlaubsfahrten sind, sind die Spritpreise am höchsten. Autofahrer:innen sollten daher bereits beim Start der Reise tanken, um teure Tankstopps unterwegs zu vermeiden. Auch in günstigeren Bundesländern wie Kärnten, der Steiermark oder Oberösterreich lohnt sich ein Preisvergleich vorab, empfiehlt der ÖAMTC.









































