Ohne Bestellung tausende Euro gefordert: AK Kärnten hilft zwei Konsumentinnen nach Identitätsdiebstahl

Kärnten -

Nichts bestellt und trotzdem trudeln Rechnungen oder Briefe vom Inkassobüro über mehrere Tausend Euro ins Haus? So ist es zwei Kärntnerinnen ergangen, die einem Onlineversandhaus angeblich mehr als 8.000 Euro schuldeten. Beide Frauen haben sich zum Glück an unseren Konsumentenschutz gewandt, wo ihnen rasch und kostenlos geholfen werden konnte“, so AK-Präsident Günther Goach.

Zwei Konsumentinnen erhielten Rechnungen über 8.000 Euro, obwohl sie nichts bestellt hatten

Innerhalb weniger Tage meldeten sich die beiden Frauen beim Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten. Eine hatte bereits die dritte Zahlungserinnerung über knapp 4.000 Euro direkt vom Händler erhalten, die andere eine Zahlungsaufforderung eines Inkassobüros über rund 4.300 Euro.

Rechnungen ohne Bestellung

Beide Rechnungen bezogen sich auf Bestellungen, die sie nie getätigt hatten.Eine der Konsumentinnen hatte zunächst versucht, selbst den Fall zu klären. Ihr war aufgefallen, dass weder die Bankdaten noch die Artikelnummern mit jenen auf der Website übereinstimmten“, erklärt AK-Konsumentenschützerin Kathrin Halbherr. In beiden Fällen erstatteten die Betroffenen Anzeige bei der Polizei. Die unrechtmäßig geforderten Beträge wurden nach Intervention der AK ausgebucht und die Kundenkonten seitens des Onlineversandhauses gesperrt, um weitere missbräuchliche Bestellungen zu verhindern.

AK-Konsumentenschützerin Kathrin Halbherr (c) AK Kärnten/Nowak

Tipps der AK Kärnten

Nicht zahlen und nicht ignorieren: Unbekannte Rechnungen oder Inkassoschreiben sollten weder bezahlt noch unbeachtet abgelegt werden.

Rechnung genau prüfen: Stimmen Name, Adresse, Bankverbindung, Artikelnummern und Bestelldaten nicht überein, ist Vorsicht geboten.

Schriftlich widersprechen: Der Forderung umgehend schriftlich widersprechen und klar festhalten, dass keine Bestellung erfolgt ist.

Keine sensiblen Daten weitergeben: Am Telefon oder per E-Mail keine Ausweiskopien, Bankdaten oder Zugangsdaten übermitteln.

Anzeige erstatten: Bei Verdacht auf Identitätsdiebstahl unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten.

Unterlagen sichern: Alle Schreiben, Rechnungen, E-Mails und Screenshots aufbewahren. Sie sind wichtig für die weitere Klärung.