Unternehmerinnen tragen Kärntens Wirtschaft – Gesundheitsschwerpunkt bei Frau in der Wirtschaft 2026

Kärnten -

Unternehmerinnen prägen die Wirtschaft Kärntens nachhaltig – als Gründerinnen, Arbeitgeberinnen und Verantwortungsträgerinnen. Gleichzeitig stehen viele Frauen zwischen 40 und 60 Jahren unter hoher Mehrfachbelastung: Berufliche Verantwortung, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen fallen oft zusammen. Mit dem Jahresschwerpunkt Frauengesundheit rückt Frau in der Wirtschaft Kärnten (FiW) 2026 ein Thema in den Mittelpunkt, das unmittelbar mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verbunden ist.

Mit dem Jahresschwerpunkt Frauengesundheit rückt Frau in der Wirtschaft Kärnten 2026 ein Thema in den Mittelpunkt, das unmittelbar mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verbunden ist

Unternehmerinnen stärken heißt Verantwortung ernst nehmen

WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Astrid Legner betonte bei der Vorstellung des Programms, dass Gesundheit ein zentraler Faktor für Leistungsfähigkeit und unternehmerischen Erfolg sei. Mit dem Schwerpunkt Frauengesundheit wolle FiW Unternehmerinnen stärken, Bewusstsein schaffen und konkrete Angebote setzen. Neben dem Jahresschwerpunkt wurde auch das neue #macherin-Journal präsentiert, das Unternehmerinnen sichtbar macht und ihre Leistungen würdigt. Ziel der Initiative ist es, wirtschaftliche Stärke, persönliche Entwicklung und Vernetzung zu verbinden.

Zahlen, die die Bedeutung weiblicher Unternehmerinnen zeigen

FiW-Landesgeschäftsführerin Tanja Telesklav machte anhand aktueller Zahlen deutlich, wie stark Frauen die Kärntner Wirtschaft tragen: Insgesamt sind 19.069 Unternehmerinnen Mitglied der Wirtschaftskammer Kärnten, das entspricht rund 41 % aller Unternehmen im Land. Auch bei Neugründungen ist der Frauenanteil hoch: 36,7 % der 1.765 Neugründungen bis Mitte Dezember 2025 entfielen auf Frauen. Besonders markant ist der Anteil bei Ein-Personen-Unternehmen (EPU): Von rund 24.300 EPU in Kärnten werden knapp 49 % von Frauen geführt. Selbst über 65 Jahre sind noch 1.197 Unternehmerinnen aktiv. Laut Telesklav zeigen diese Zahlen, dass Unternehmerinnen eine tragende Säule der Kärntner Wirtschaft sind und gleichzeitig, dass wirtschaftliche Verantwortung oft mit hoher persönlicher Belastung einhergeht – Gesundheit spielt daher eine zentrale Rolle.

Herzgesundheit als zentrales Wirtschaftsthema

FiW setzt 2026 bewusst einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen. Anna Rab, Gendermedizinerin und Vertreterin der Initiative GO RED, machte auf die besondere Gefahr aufmerksam: Rund 35 % aller Frauen in Österreich sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deutlich mehr als an Brustkrebs. Ein Herzinfarkt kündigt sich oft sieben bis zehn Jahre im Voraus an, die Symptome unterscheiden sich häufig von denen bei Männern – Müdigkeit, Rückenschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Kurzatmigkeit werden oft nicht mit dem Herzen in Verbindung gebracht. Stress, Dauerbelastung und fehlende Erholungsphasen erhöhen das Risiko zusätzlich, besonders bei Unternehmerinnen. Die FiW-Veranstaltungen vermitteln praxisnah Wissen, schaffen Bewusstsein und zeigen, wie Prävention im anspruchsvollen Alltag umgesetzt werden kann.

Auftakt und Programmhöhepunkte

Ein zentraler Programmpunkt ist die Veranstaltung am 18. März, die sich gezielt mit Herzerkrankungen bei Frauen beschäftigt. Weitere Veranstaltungen über das ganze Jahr hinweg sollen Unternehmerinnen in allen Bezirken erreichen und praxisnahe Informationen bieten. Laut Astrid Legner macht der Jahresschwerpunkt deutlich, dass wirtschaftlicher Erfolg und Gesundheit untrennbar miteinander verbunden sind: Nur wer auf sich selbst achtet, kann langfristig Verantwortung für andere übernehmen.