Supergau
Die Folgen der schweren Jahre mit Extrem-Kalamitäten und Unmengen Schadholz normalisieren sich Schritt für Schritt. Wie bekannt, erlebte Kärnten Ende Oktober 2018 durch das Sturmtief „Vaia“ die schwerste Hochwasser- und Unwetterkatastrophe seit den 1960er Jahren. Rekordniederschläge und orkanartige Böen verursachten massive Vermurungen, zerstörte Brücken, Überflutungen und beispiellose Waldschäden mit etwa einer Million Festmeter Schadholz.
Betroffene Regionen waren insbesondere Oberkärnten, das Lesachtal, Mölltal, Drautal, Gailtal und das Gegendtal. Die Schäden gingen in die dreistelligen Millionenbeträge. Ganze Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten, Häuser wurden von Muren verschüttet. Folgen: Zivilschutzalarm, Stromausfälle, Zerstörung von Infrastruktur, Straßen und enormer Windwurf in den Schutzwäldern.
Aufräumen
Durch breit aufgestelltes und treffsicheres Krisenmanagement sowie sofortige engagierte Zusammenarbeit aller zur Verfügung stehenden menschlichen und maschinellen Ressourcen wurde unverzüglich mit Sanierungs- und Aufräumarbeiten sowie mit dem Abtransport des Schadholzes begonnen, um weitere schwere Borkenkäferschäden möglichst einzudämmen.
Aufforstung
Der Waldentwicklungsplan des Bezirkes Hermagor weist auf 76 % der Waldfläche des Bezirkes von ca. 53.000 Hektar die Schutzfunktion als Leitfunktion auf. Aus dieser Tatsache resultiert die Bedeutung der Aufforstung, um die Schutzfunktion auch ehestmöglich wiederherzustellen. Dabei werden Monokulturen vermieden; Priorität haben Mischwälder, die auch den sich verändernden Klimabedingungen entsprechen. Inzwischen zeigen sich auch schon erfreuliche positive Resultate.
Der heimische Wald ist somit unumstritten die Basis für die überaus wichtige Forst- und Holzwirtschaft, aber auch ein Erholungsraum für uns Menschen.
Regelmäßig veröffentlicht das Referat Forst & Energie der Landwirtschaftskammer Kärnten die durchschnittlichen Preise für Sägerundholz, Industrieholz und Brennholz.
Aktuell sind im Bezirk Hermagor zufolge der marktwirtschaftlichen Nachfrage die Rundholzlager der Sägewerke gut gefüllt. Forstwirte und Waldbauern können derzeit für Fichte-Blochholz der Kategorie ABC etwa 130 Euro pro Festmeter erwarten.

Wald und Wild
Mit einer Waldfläche von 584.000 Hektar und einem Waldflächenanteil von über 60 % ist Kärnten nach der Steiermark das waldreichste Bundesland Österreichs.
Der Holzeinschlag lag in den letzten Jahren im Durchschnitt bei etwa 2,5 Millionen Erntefestmetern. Davon sind etwa 90 % Nadelholz.
Als überaus positiv beurteilt der Bezirksforstinspektor auch die Tatsache, dass es in den letzten Jahren durch laufende Gespräche und transparente Informationen gelungen ist, das gegenseitige, einvernehmliche Interessenverständnis zwischen Waldeigentümern und der Jägerschaft im Rahmen der gesetzlichen Gegebenheiten herzustellen, zu pflegen und laufend weiter auszubauen.
DI Wilfried Strasser: „Unsere Region ist geprägt durch eine nachhaltige, multifunktionale Waldbewirtschaftung. Ich freue mich, dass wir diese Zielsetzung in engagierter Teamarbeit nachhaltig, gemeinsam und tagtäglich besser erreichen.“












































