Bestellt, bezahlt, aber nie geliefert – Vorsicht vor Fake-Shops!

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Kärnten -

Wie aus einer Bestellung schnell ein teurer Betrug werden kann? Das mussten zwei Männer aus Kärnten erfahren: Sie bestellten Waren in Online-Shops, die sich später als Fake-Shops herausstellten. Die bestellten Produkte wurden nie geliefert, das Geld war jedoch bereits überwiesen. Das Bundeskriminalamt warnt nun vor der vermehrt auftretenden Betrugsmasche und erklärt, woran sich Fake-Shops erkennen lassen.

Immer mehr Kärntner fallen auf die Betrugsmasche mit Fake-Shops herein

Minibagger bestellt – Geld nach Frankreich überwiesen

Anfang Mai 2026 bestellte ein 41-jähriger Mann aus dem Bezirk Spittal an der Drau über eine Internetseite einen Minibagger. Den vereinbarten Kaufpreis überwies der Mann auf ein französisches Bankkonto. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich bei der Internetseite um einen sogenannten Fake-Shop handelte. Die bestellte Ware wurde nicht geliefert. Dem 41-Jährigen entstand dadurch ein Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro.

Stromspeicher nicht geliefert

Auch ein 60-jähriger Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land wurde kürzlich Opfer eines mutmaßlichen Online-Betrugs. Am 21. September 2026 bestellte er über eine Internetseite einen Stromspeicher für sein Balkonkraftwerk. Die Bezahlung erfolgte mittels Kreditkarte. Nachdem die bestellte Ware nicht geliefert wurde, entstand dem Mann ein Schaden von mehr als tausend Euro.

Fake-Shops wirken oft täuschend echt

Bei Fake-Shops handelt es sich um gefälschte Online-Shops, die auf den ersten Blick wie seriöse Händler wirken. Häufig locken sie mit besonders günstigen Preisen, professionell gestalteten Internetseiten oder vermeintlichen Gütesiegeln. Die bestellte Ware wird anschließend gar nicht oder nicht in der angegebenen Qualität geliefert. Besonders schwer zu erkennen sind nachgebaute Fake-Shops. Sie orientieren sich teilweise sehr genau am Erscheinungsbild bekannter Marken, Händler oder Institutionen. Auch Logos und Internetadressen können täuschend echt wirken, informiert das Bundeskriminalamt. 

Auf Warnzeichen achten

Zudem rät das Bundeskriminalamt, beim Online-Shopping auf mögliche Warnzeichen zu achten:

  • Auffällig günstige Preise: Extrem niedrige Preise können ein Lockangebot sein.
  • Vorkasse: Wird ausschließlich Vorkasse oder eine schwer rückverfolgbare Zahlungsart angeboten, ist Vorsicht geboten.
  • Fehlende Kontaktmöglichkeiten: Eine fehlende Telefonnummer oder ein nicht funktionierendes Kontaktformular sind verdächtig.
  • Gütesiegel prüfen: Gütesiegel können gefälscht sein und sollten direkt beim Anbieter überprüft werden.
  • Impressum kontrollieren: Fehlende oder unvollständige Angaben zum Unternehmen können auf einen Fake-Shop hindeuten.