Pflege braucht Partnerschaft statt Konfrontation
„Es kann nicht sein, dass die Betreiber über Entscheidungen von Dritten oder aus Medien erfahren müssen. Gerade der Pflegebereich ist ob der demographischen Entwicklung und den steigenden Herausforderungen, gerade was die notwendige Qualität in den Einrichtungen betrifft, ein höchst sensibler. Es braucht eine neue Partnerschaft auf Augenhöhe und kein Betreiber-Bashing, wie es SPÖ-Landeshauptmann Fellner heuer medial praktiziert hat, Stichwort Gewinnverbot. Das war für die Gesamtsituation alles andere als förderlich.“ Köfers Forderung in Richtung mehr Kooperation und Koordination bezieht sich vor allem auf die Entwicklung eines genormten Realkostenmodells, das die Sockelbetragsförderung ersetzen soll.
Pflege zukunftsfit und leistbar gestalten
„Ein tragfähiges und zukunftsfähiges Finanzierungsmodell, mit dem alle leben können, wird nur dann das Licht der Welt erblicken, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Köfer, dem vor dem Hintergrund der Überalterung der Gesellschaft auch klar ist, dass es hinkünftig mehr finanzielle Mittel für den Pflegebereich geben muss: „Eine verpflichtende Pflegeversicherung wird irgendwann einmal zu diskutieren sein.“ Ebenfalls sei es laut Köfer notwendig, die mobile Pflege weiter zu stärken: „Das mit dem Ziel, einerseits pflegende Angehörige zu entlasten und andererseits, um eine stationäre Pflege erst spätest möglich notwendig werden zu lassen.“ Grundsätzlich, so Köfer, müsse es die Vision sein, dass jeder Kärntner die Pflege erhalten soll, die er sich wünscht: „Das erfordert ein möglichst flexibles System, das insbesondere dem Wunsch nach möglichst langer Versorgung in den eigenen vier Wänden gerecht wird.“