Bauernbund bleibt stärkste Kraft – Freiheitliche mit größtem Zugewinn
Mit 47,15 Prozent der Stimmen (+0,84 Prozentpunkte) bleibt der Kärntner Bauernbund unter Spitzenkandidat und LK-Präsident Siegfried Huber die stärkste Fraktion. Er hält weiterhin 18 der insgesamt 36 Mandate in der Vollversammlung. Deutlich zulegen konnte die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft unter Vizepräsident Roman Linder. Sie erreichte 26,15 Prozent und verbesserte sich damit um 5,62 Prozentpunkte. Mit künftig zehn statt bisher sieben Mandaten verzeichnet die Fraktion auch den größten Zugewinn an Sitzen. Die Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern (SJK) erreichte 10,93 Prozent und hält ihre vier Mandate. Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern kamen auf 8,50 Prozent und verlieren einen ihrer bisher vier Sitze- somit drei Sitze. Auch die Liste Heimo Urbas/Unabhängiger Bauernverband musste Einbußen hinnehmen und ist mit 4,71 Prozent künftig nur noch mit einem Mandat vertreten. Die Grünen Bäuerinnen und Bauern erreichten 2,55 Prozent und verlieren damit ihren bisherigen Sitz in der Vollversammlung.

Bezirk Hermagor: Bauernbund deutlich voran
Auch im Bezirk Hermagor bleibt der Bauernbund klar an erster Stelle. Mit 57,62 Prozent der gültigen Stimmen konnte die Fraktion ihr Ergebnis gegenüber 2021 um 1,94 Prozentpunkte verbessern. Auf Platz zwei folgt die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft mit 24,25 Prozent (+1,93 Prozentpunkte). Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern erreichten im Bezirk 9,87 Prozent und verloren damit 2,88 Prozentpunkte. Die Liste Heimo Urbas kam auf 3,34 Prozent, die Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern (SJK) auf 2,89 Prozent und die Grünen auf 2,03 Prozent. Anbei das kärntenweite Ergebnis: Kaernten_Landesergebnis_Wahl_2026
Bemerkenswert ist die Entwicklung der Wahlbeteiligung im Bezirk:
Diese stieg von 33,50 Prozent im Jahr 2021 auf nunmehr 37,02 Prozent. Damit fiel der Anstieg im Bezirk Hermagor deutlich stärker aus als im Kärntner Durchschnitt. Von 5.395 Wahlberechtigten gaben 1.997 ihre Stimme ab.
Neue Kräfteverhältnisse im Vorstand
Die Veränderungen im Wahlergebnis wirken sich auch auf die Zusammensetzung des siebenköpfigen Landwirtschaftskammervorstandes aus. Der Bauernbund behält seine vier Sitze, die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft erhält künftig zwei statt bisher einen Sitz. Die Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern (SJK) bleibt mit einem Sitz vertreten.
Freude bei Bauernbund und Freiheitlichen
LK-Präsident Siegfried Huber zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Ich bin mehr als glücklich, dass wir nach diesem spannenden Wahlkampf, in dem es oft ‚alle gegen einen‘ hieß, ein kleines Plus verzeichnen und die vier Sitze im Vorstand behaupten konnten.“ Auch Roman Linder zeigte sich erfreut über den deutlichen Stimmenzuwachs seiner Fraktion: „Wir sind die Wahlgewinner des Abends und so stark wie seit 25 Jahren nicht mehr.“ Er bedankte sich bei seinem Team und sprach sich für eine gute Zusammenarbeit aus. SJK-Spitzenkandidat Marjan Čik begrüßte insbesondere den Verbleib seiner Fraktion im Vorstand. Damit sei auch weiterhin jene Fraktion vertreten, die die zweite Landessprache repräsentiere.
Enttäuschung bei SPÖ und Grünen
Enttäuschung herrschte hingegen bei den SPÖ-Bauern und den Grünen. SPÖ-Spitzenkandidat Ralph Dörflinger erklärte, das Ergebnis sei hinter den Erwartungen geblieben. Man wolle den Auftrag dennoch annehmen und eine gute Kontrollfunktion ausüben. Grünen-Vertreter Karlheinz Gigler bedauerte, dass seine Fraktion künftig nicht mehr in der Vollversammlung vertreten sein wird. Hermann Eberhard von der Liste Heimo Urbas betonte, dass bei einer Wahl nicht die Bäuerinnen und Bauern zu den Verlierern werden dürften. Mit dem vorläufigen Wahlergebnis stehen die neuen Kräfteverhältnisse in der Kärntner Landwirtschaftskammer fest. Während der Bauernbund seine führende Position behauptet, gehen die Freiheitlichen gestärkt in die kommende Funktionsperiode.








































