Ehrenamt soll Wehr- und Zivildienstzeit verkürzen

„Bonus-Zeit für Ehrenamtliche“

Kärnten -

Junge Menschen, die sich freiwillig in Organisationen wie der Feuerwehr, beim Roten Kreuz oder in anderen sozialen Einrichtungen engagieren, leisten einen unbezahlbaren Beitrag für die Gesellschaft. „Trotz dieser wichtigen Erfahrungen wird bisher kaum berücksichtigt, dass ehrenamtliche Tätigkeit eine vergleichbare Verantwortung wie der Zivildienst mit sich bringt“, sagt Landesrat Daniel Fellner, zuständig für den Zivildienst in Kärnten.


Aktuelle Debatte um Wehr- und Zivildienstdauer

Über die Dauer von Wehr- und Zivildienst wird derzeit bundesweit diskutiert. „Aktuell wird viel über eine mögliche Verlängerung gesprochen. Für mich stellt sich jedoch eine andere, zentrale Frage: Wie schaffen wir ein wertschätzendes System, das jenen zugutekommt, die sich bereits freiwillig für unsere Gesellschaft einsetzen?“, so Fellner.

Forderung an die Bundesregierung: Anerkennung des Ehrenamts

Seine Forderung an die Bundesregierung: Diese freiwillige Leistung soll anerkannt und belohnt werden. „Wer sich ehrenamtlich engagiert, soll dafür auch einen Bonus erhalten“, erklärt der Landesrat. Möglich sei das durch eine Anrechnung ehrenamtlicher Tätigkeiten auf die Dauer von Wehr- und Zivildienst. Die Anrechnung soll transparent geregelt sein und für alle Organisationen gelten, bei denen auch Zivildienst geleistet werden kann, so Felllner.

Ziel der Initiative

Ziel dieser Initiative ist es, das Ehrenamt weiter zu fördern, junge Menschen für freiwilliges Engagement zu motivieren und die freiwillige Arbeit in Österreich nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig soll die Diskussion über die Wehrdienst- und Zivildienstdauer um eine positive, zukunftsorientierte Komponente ergänzt werden.

Faire Anerkennung freiwilligen Engagements

„Viele junge Menschen investieren Zeit, Energie und Herzblut in soziale Aufgaben. Es ist nur fair, wenn dieses Engagement anerkannt wird und sich durch eine teilweise Anrechnung auf Wehrdienst- oder Zivildienstzeit widerspiegelt“, schließt Fellner.