15 Wölfe entnommen
„Wir gehen in Kärnten weiterhin den Weg eines aktiven, rechtlich fundierten Wolfsmanagements mit gezielten Entnahmen“, betont Jagdreferent LHStv. Martin Gruber. In Summe wurden in Kärnten im Jahr 2026 bisher 15 Wölfe verordnungs- und gesetzeskonform entnommen. Seit Inkrafttreten der ersten Wolfsverordnung mussten in Kärnten knapp 840-mal Risikowölfe aus Siedlungsgebieten vergrämt werden, insgesamt gab es seither 278 Entnahmemöglichkeiten und 45 Wolfsabschüsse. Teil des aktiven Wolfsmanagements in Kärnten ist auch ein breit aufgestelltes Monitoring. Es findet sowohl rissbezogen als auch aktiv durch das Sammeln von Wolfslosungen in ganz Kärnten sowie systematisch durch Kamerafallen in Rudelgebieten statt. Von drei bis vier Rudeln auf Kärntner Gebiet gehen die Sachverständigen des Landes derzeit aus.
Die Ergebnisse des genetischen Monitorings im Zuge der Riss- und Verletzungsbegutachtungen seit 2021 zeigen für Kärnten ein Vorkommen von Wölfen vor allem der alpenländischen und der dinarischen Subpopulationen, die sich insgesamt in einem günstigen Erhaltungszustand befinden. „Daher muss der nächste Schritt nun die Einführung eines grenzüberschreitenden Wolfsmanagements im Alpenraum sein. Der Schutzstatus des Wolfs wurde von der EU-Kommission gesenkt. Die Praxis in unseren Nachbarländern, aus denen die Wölfe zu uns kommen, muss sich dem anpassen“, so Gruber, der darauf verweist, dass sich der Wolf nunmehr im gleichen Anhang der FFH-Richtlinie befindet wie etwa die Gämse oder der Baummarder.









































