33 neue Führungskräfte des österreichischen Bundesheeres wurden heute, Freitag, im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung empfangen. Sie sind frisch ausgemusterte Leutnante und Wachtmeister. Landeshauptmann Daniel Fellner und Landesrat Sebastian Schuschnig hießen sie herzlich willkommen und dankten ihnen für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
LH Daniel Fellner voller Lob
Fellner hob in seiner Ansprache die Bedeutung der liberalen Demokratie hervor: „Sie ist ein besonders hohes Gut, das muss uns als Gesellschaft noch stärker bewusst werden. Wir müssen immer daran arbeiten und sie verteidigen.“ Keine Selbstverständlichkeit seien die Trennung von Exekutive und Legislative, eine unabhängige Gerichtsbarkeit, freie unabhängige Wahlen, Presse- und Meinungsfreiheit. „Nur 6,6 Prozent der Weltbevölkerung leben in einer liberalen Demokratie.“ Unser Heimatland Kärnten bezeichnete der Landeshauptmann als Paradies, verwies auf die gut ausgebaute Infrastruktur, das saubere Trinkwasser. „Es lohnt sich, für dieses Land Verantwortung zu übernehmen, es zu verteidigen.“
Landesverteidigung und ihre Aufgaben
Fellner hob die Bedeutung der geistigen Landesverteidigung hervor. Wir seien mit steigenden Desinformationen konfrontiert, mit Bedrohungen auch im Cyberraum. „Wichtig ist es, selbst zu denken, kritisch zu sein.“ Durch den Einsatz bei Naturkatastrophen und durch die uns räumlich so nahen kriegerischen Auseinandersetzungen sei der Stellenwert des Bundesheeres massiv gewachsen. „Wir müssen etwas tun für unsere Sicherheit, für den Schutz unserer Werte“, so Fellner. Als sehr wichtig und positiv hob er die zivil-militärischen Partnerschaften hervor – erst gestern wurden sie gefeiert, darunter auch die 25-jährige zwischen dem Land Kärnten und Militärkommando Kärnten. Dankbar zeigte sich Fellner für den Einsatz der jungen Führungskräfte: „Sie vertreten unser Land, sind Vorbilder, werden Menschen prägen. Ich wünsche Ihnen dafür ein gutes Händchen.“
Militärkommandant Brigadier Philipp Eder hob ebenfalls die Verantwortung hervor, die die jungen Führungskräfte übernehmen. Er dankte dem Land Kärnten für die gelebte Partnerschaft und das gegenseitige Vertrauen. Heuer im November werde man auch gemeinsam bei der großen Katastrophenschutzübung „Combined Success“ üben. „Die Gesellschaft ringt um die Jungen“, so Eder weiter. Für das Bundesheer sei es umso schwieriger, junge Menschen zu finden. Ein Weg wäre vielleicht, so wie es auch in anderen Armeen ist, den Zugang zur Staatsbürgerschaft über das Heer zu beschleunigen, merkte der Militärkommandant an. Als wichtig erachte er jedenfalls die Verlängerung der Wehrdienstzeit.
Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von einem Quintett der Militärmusik Kärnten.
Alle Bilder: (c) LPD Kärnten/Just




















































