Kärnten setzt auf Prävention: 24.000 Impfdosen zum Schutz vor Blauzungenkrankheit vor der Alm- und Weidesaison

Kärnten -

 Gut angenommen wurde die von Agrarreferent LHStv. Martin Gruber ins Leben gerufene Impfaktion gegen die Blauzungenkrankheit. Nachdem im September des Vorjahres der erste Fall der Tierseuche – sie befällt vor allem Schafe, Rinder, Ziegen und Wildtiere – in Kärnten bekannt wurde, konnten umgehend 12.000 Impfstoffdosen seitens des Agrarreferats bereitgestellt werden. Diese sind mittlerweile vollständig verbraucht.

LHStv. Gruber: Zusätzliche 24.000 Impfdosen werden vor der Weidesaison aus dem Tierseuchenfonds für die Kärntner Landwirte bereitgestellt – Abwicklung erfolgt über Amtstierärzte – Appell zur Impfung.

Kärnten verstärkt Impfaktion für Landwirte

Nun wird die Impfaktion nochmals im Vorfeld der Alm- und Weidesaison verstärkt: „Zum Schutz der Tierbestände stellen wir weitere 24.000 Impfdosen für Kärntens Landwirte zur Verfügung. Die Abwicklung erfolgt wie bewährt über die Amtstierärzte“, informiert Gruber. 160.000 Euro werden dafür aus dem Tierseuchenfonds freigegeben.
 Es sei besonders wichtig, die Impfung vor Beginn der Alm- und Weidesaison durchzuführen, um die Tiere entsprechend zu schützen, so Gruber. Denn mit dem Frühling und der warmen Jahreszeit nimmt die Aktivität der Gnitzen (eine Art von Stechmücken) zu, sie sind die Überträger der Krankheit. Sobald die Tiere auf die Weide kommen, steigt dementsprechend das Risiko einer Infektion. Gruber appelliert jedenfalls, von der bereitgestellten Impfung Gebrauch zu machen: „Der Schutz unserer landwirtschaftlichen Tierbestände hat höchste Priorität“, so der Agrarreferent.

Was ist die Blauzungenkrankheit?

Die Blauzungenkrankheit ist eine schwere Viruserkrankung bei Rindern, Schafen, Ziegen und Wildtieren. Gefährdet sind auch Lamas und Alpakas. Als Symptome können Fieber, Nasen- und Augenausfluss, Hautschäden oder eine geschwollene, bläulich eingefärbte Zunge auftreten. Zumeist sinkt die Milchleistung der Tiere stark ab, die Blauzungenkrankheit kann aber auch zu Fehlgeburten oder zum Tod führen. Für den Menschen ist der Erreger grundsätzlich ungefährlich.