In Kärnten ist die FSME-Impfung an den Gesundheitsämtern erhältlich. Ratsam ist eine vorherige Terminvereinbarung. Die Impfgebühr beträgt 32 Euro für Erwachsene und 27 Euro für Kinder, allerdings bezuschussen die Sozialversicherungen die Impfung (Zuschuss zwischen 4,80 und 19,60 Euro, je nach Versicherung). Eine Impfbestätigung wird in den Gesundheitsämtern ausgehändigt, um den Kostenzuschuss beantragen zu können. Außerdem wird die Impfung in den Impfpass eingetragen.
Risiken einer Zeckeninfektion
„Ein Zeckenstich kann schlimme Folgen haben: Hirnhautentzündung, Gehirnentzündung – und schwere Verläufe können mit Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen einhergehen. Bleibende Schäden sind nicht ausgeschlossen, die Viruserkrankung kann auch tödlich enden. Die Schutzimpfung ist effektiv“, erinnert Prettner und erklärt, dass die Erkrankung oft recht unauffällig mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit beginnt. In der zweiten Krankheitsphase, wenn die Viren über das Blut ins zentrale Nervensystem gelangen, kommen Ausfälle des Nervensystems hinzu.
Wann ist die Impfung nötig?
Karin Schorna-Drescher vom Sanitätswesen der Gesundheitsabteilung des Landes Kärnten informiert über die korrekten Impfintervalle: „Die Impfung ist ab dem vollendeten ersten Lebensjahr empfohlen, die Grundimmunisierung erfolgt im Rahmen von drei Impfungen. Die erste Auffrischungsimpfung ist nach drei Jahren empfohlen, danach sollte diese bei Personen bis zum vollendeten 60. Lebensjahr alle fünf Jahre, danach alle drei Jahre vor Beginn der Zeckensaison erfolgen.“ Von einer Titer-Bestimmung zur Abschätzung der Schutzdauer wird abgeraten. Diese ist nach vollständiger Grundimmunisierung und einer Auffrischungsimpfung auch bei überzogenen Impfintervallen nicht notwendig – außer bei speziellen Fragestellungen. „Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt bzw. bei Ihrer Ärztin oder bei den Kärntner Gesundheitsämtern. Lassen Sie sich beraten und vereinbaren Sie einen Impftermin“, rät Prettner.
132 Hospitalisierungen im vergangenen Jahr
Das vergangene Jahr war österreichweit von einer starken FSME-Aktivität geprägt. Es gab 132 Hospitalisierungen und 26 ambulante Patientinnen und Patienten mit einer Infektion. Acht Fälle entfielen auf Kärnten. „Zum Glück wurde 2025 österreichweit kein Todesfall verzeichnet. Allerdings trat der erste Fall im April auf, der letzte im Dezember“, so Prettner. Die jüngste betroffene Person war 18 Tage alt, die älteste 86 Jahre. Die meisten Erkrankungen entfielen auf die Sommermonate Juni bis August.
Die Kärntner Impfstellen (Gesundheitsämter) findet man hier: https://www.ktn.gv.at/









































