Bei akuten Notfällen geht es um Leben und Tod – Fortbestand des Departments in umfassender Qualität muss gesichert werden

FPÖ-Staudacher: Prettner bleibt eine Lösung für Interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt schuldig!

Klagenfurt -

Mit großer Sorge reagiert FPÖ-Gesundheitssprecher und 2. Landtagspräsident Christoph Staudacher auf das gestrige Interview mit dem Leiter des Departments für Interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt, Luca De Paoli, in der „Kleinen Zeitung“. Nachdem alle vier Ärzte gekündigt haben, erklärt De Paoli, dass er die Notfallversorgung ab Herbst bzw. Winter nicht mehr garantieren könne.

Symbolfoto

Rund-um-die-Uhr-Versorgung bei Schlaganfällen muss gesichert bleiben

„Bei Gesundheitslandesrätin Beate Prettner müssen sämtliche Alarmglocken schrillen. Wir reden hier über einen zentralen Bereich der Notfallversorgung, insbesondere bei akuten Schlaganfällen. Hier geht es um Minuten und im schlimmsten Fall um Leben und Tod. Die Versorgung der Kärntner Bevölkerung muss rund um die Uhr gewährleistet bleiben“, fordert Staudacher.

Versorgungslücke droht: Prettner muss jetzt handeln

Das Klinikum Klagenfurt sei Teil der KABEG und liege damit im unmittelbaren Verantwortungsbereich der rot-schwarzen Landesregierung. Dass alle Ärzte eines derart wichtigen Departments kündigen würden, zeige, wie ernst die Lage sei. Prettner müsse erklären, wie es so weit kommen konnte und vor allem, wie sie die Versorgung ab Herbst sicherstellen wolle. Besonders alarmierend seien laut Staudacher auch die Aussagen De Paolis zur Nachbesetzung der Stellen. Der Leiter des Departments bezweifelt, dass kurzfristig genügend erfahrene Spezialisten gefunden werden können, die das gesamte Leistungsspektrum rund um die Uhr abdecken. „Hier droht eine echte Versorgungslücke. Umso unverständlicher ist es, dass die politisch Verantwortlichen die Situation derart eskalieren ließen. Prettner und die KABEG müssen jetzt rasch ein tragfähiges Konzept vorlegen, wie diese hochspezialisierte Versorgung in Kärnten dauerhaft abgesichert wird. Der Runde Tisch vor wenigen Tagen hat offenbar keine tragfähige Lösung gebracht. Prettner bleibt weiterhin die Antwort schuldig, wie die Notfallversorgung ab Herbst bzw. Winter sichergestellt werden soll“, so Staudacher.