Neue Waidegger Gailbrücke feierlich eröffnet

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Waidegg -

Ein wichtiger Meilenstein für den Hochwasserschutz in der Marktgemeinde Kirchbach: Am  Freitag, 18. September, wurde die neue Waidegger Gailbrücke im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung offiziell eröffnet. Das Bauwerk ist Teil des Hochwasserschutzprojekts „Gail, Rattendorf-Waidegg“, in das insgesamt rund 14 Millionen Euro investiert werden.

Die neue Waidegger Gailbrücke wurde feierlich eröffnet und stärkt den Hochwasserschutz

14 Millionen Euro für mehr Sicherheit an der Gail

Ein wichtiger Meilenstein für den Hochwasserschutz in der Marktgemeinde Kirchbach: Am heutigen Freitag, 18. September, wurde die neue Waidegger Gailbrücke im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung offiziell eröffnet. Das Bauwerk ist Teil des umfassenden Hochwasserschutzprojekts „Gail, Rattendorf-Waidegg“, in das Bund und Region insgesamt rund 14 Millionen Euro investieren. Ziel ist es, die Bevölkerung und Infrastruktur im Raum Rattendorf und Waidegg künftig bis zu einem 100-jährlichen Hochwasserereignis (HQ100) inklusive ausreichendem Freibord zu schützen.

14 Millionen Euro für mehr Sicherheit an der Gail (c) Hans Jost

Hochwasser 2018 als Ausgangspunkt

Das schwere Hochwasser im Oktober 2018 hatte die Schwachstellen des bestehenden Schutzsystems deutlich aufgezeigt. Dammüberströmungen und innere Erosion führten damals zu massiven Dammbrüchen. Besonders kritisch war die Situation unterhalb der Waidegger Gailbrücke: Ein Dammbruch führte zu einer unkontrollierten Flutung des Rückhalteraumes Rattendorf. In den vergangenen Jahren wurde daher ein umfassendes Schutzprojekt umgesetzt. Neben der Sanierung und Verstärkung der Hochwasserdämme bildet der Neubau der Waidegger Gailbrücke einen wesentlichen Bestandteil der Maßnahmen.

Drei Bauabschnitte für mehr Hochwassersicherheit

Freie Fahr für die neue Brücke in Waidegg
Reges Interesse bei der feierlichen Eröffnung

Das rund 14 Millionen Euro schwere Gesamtprojekt umfasst drei Bauabschnitte. Im ersten Abschnitt wurde der Schutzdamm auf einer Länge von rund zwei Kilometern erhöht und der Untergrund abgedichtet. Eine neue Überströmstrecke sichert zudem die planmäßige Funktion des Hochwasserrückhaltes. Im zweiten Bauabschnitt sorgen ergänzende Schutzmaßnahmen flussaufwärts für eine weitere Verbesserung des Sicherheitsniveaus. Aktuell umgesetzt wird der dritte Abschnitt mit der Sanierung des linksufrigen Hochwasserdammes auf einer Länge von rund 2,1 Kilometern.

Neue Brücke beseitigt gefährliches Nadelöhr

Ein wesentlicher Risikofaktor des alten Schutzsystems war die bisherige Waidegger Gailbrücke. Die Konstruktion mit fünf Feldern und vier Pfeilern im Flussbett konnte bei Hochwasser durch Treibholz zu Verklausungen führen und den Uferbereich zusätzlich belasten. Die neue Stahl-Stabbogenbrücke kommt ohne Pfeiler im Flussbett aus. Sie besitzt eine statische Spannweite von 47,75 Metern, ist 4,50 Meter breit und für eine Tragfähigkeit von bis zu 60 Tonnen ausgelegt. Die Kosten für den Brückenneubau betragen rund 1,3 Millionen Euro. Während der Bauarbeiten wurde eine Behelfsbrücke eingerichtet, die von der Abteilung 9 des Landes Kärnten zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesheer aufgebaut wurde. Nach der Fertigstellung geht die neue Brücke in das Eigentum der Marktgemeinde Kirchbach über, die auch ihre künftige Erhaltung übernimmt.

Offizielle Eröffnung mit vielen Beteiligten

Bei der feierlichen Eröffnung begrüßte Bürgermeister Markus Salcher die Gäste. Grußworte kamen von DI Hannes Poglitsch von der Wasserwirtschaft, Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, Martin Wenk, MA MSc. vom Bundesministerium für Wasserwirtschaft sowie DI Adam Kronhofer, Projektleiter beim Wasserbau Kärnten. Für eine stimmungsvolle Umrahmung sorgten die Kinder des Kindergartens und der Volksschule Kirchbach. Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Trachtenkapelle Alpenrose Waidegg.

Investition in die Sicherheit der Region

Die Gesamtabwicklung des Hochwasserschutzprojekts erfolgt durch das Land Kärnten, Abteilung 3, Unterabteilung Wasserwirtschaft Hermagor. Die Finanzierung erfolgt über den Gailfinanzierungsschlüssel: 83 Prozent der Kosten trägt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, 17 Prozent übernehmen die Gailinteressenten. Mit der neuen Waidegger Gailbrücke und den umfangreichen Dammsanierungen wird ein weiterer wichtiger Schritt für den Hochwasserschutz an der Gail gesetzt. Für Waidegg und Rattendorf bedeutet das Projekt vor allem eines: mehr Sicherheit für die Bevölkerung und eine langfristig gesicherte Infrastruktur.

Der älteste Besucher bei der Eröffnung: Christian Kandutsch sen. (91) mit Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger und Bürgermeister Markus Salcher
Gedichte und Liedbeiträge gab es von der VS Kirchbach und der Kindergartengruppe Kirchbach
Musikalische Unterhaltung durch die Trachtenkapelle Alpenrose Waidegg

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