Wald der Zukunft: Schauwald in Nötsch zeigt Baumvielfalt

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Schütt/Nötsch -

Wie verändert sich der Wald durch Hitze und Trockenheit? Und welche Baumarten kommen mit den neuen Bedingungen gut zurecht? Diesen Fragen widmet sich der neue Schauwald des Naturparks Dobratsch in Nötsch (Schütt). Auf rund einem halben Hektar ist ein „Baumgarten“ entstanden, der die besondere Vielfalt des Waldes rund um den Dobratsch zeigt.

Gemeinsam für den Wald der Zukunft: Beim neuen Schauwald in Nötsch stehen Klimaanpassung, Baumvielfalt und Naturvermittlung im Mittelpunkt. Mit dabei waren (hinten, v. l.) Bgm. Ing. Reinhard Antolitsch, Naturpark-Rangerin Melanie Selke, Direktor Ing. Anton Freithofnig, Bgm. Dipl.-HLFL-Ing. Alfred Altersberger, Dipl.-Ing. Piet Schwenner und Mag. Robert Heuberger sowie (vorne, v. l.) Mag. Birgit Pichorner, Initiator Peter Berger, LRin Marika Lagger-Pöllinger und Grundbesitzer Jürgen Fischer

19 Baumarten auf kleinem Raum

Der Dobratsch gehört zu den wichtigsten Waldbergen der Region. Besonders auffällig ist die große Baumartenvielfalt auf vergleichsweise kleiner Fläche. Im Schauwald sind 19 Baumarten und zahlreiche Sträucher zu finden. Fast alle waren bereits natürlich vorhanden, lediglich Tanne und Kirsche wurden zusätzlich gesetzt. Beobachtet wird, wie sich die verschiedenen Arten unter den veränderten klimatischen Bedingungen entwickeln.

Lernen direkt im Wald

Der Schauwald liegt am Radweg von Nötsch zur Almwirtschaft in der Schütt. Fünf Schautafeln informieren über den Wald, seine Funktionen, die Naturverjüngung und die verschiedenen Waldtypen im Naturpark. Ein Rastplatz lädt zum Verweilen ein.

Initiiert wurde das Projekt von Peter Berger (86). Gemeinsam mit Grundbesitzer Jürgen Fischer, dem Naturpark Dobratsch, der Marktgemeinde Nötsch und der Landwirtschaftlichen Fachschule Stiegerhof wurde der Schauwald umgesetzt.

Schüler gestalten mit

Auch Schulen sind eingeladen, den Rundweg zum Lernen zu nutzen. In Zusammenarbeit mit dem Stiegerhof sollen Schülerinnen und Schüler Kurzvideos zu den verschiedenen Baum- und Straucharten erstellen. Über geplante QR-Codes können die Informationen künftig direkt vor Ort abgerufen werden.

Geplant ist außerdem ein Biodiversitätsrat aus Schülerinnen und Schülern, der sich mit dem Thema Artenvielfalt beschäftigt und künftig auch die Gemeinden beraten soll. Damit soll der Schauwald nicht nur ein Ort zum Anschauen, sondern auch zum Lernen und Mitgestalten werden.