Eine außergewöhnliche Reise liegt hinter Edda Marie Rainer (37) aus dem Gitschtal. Die Biotechnologin lebt seit fast zwölf Jahren mit ihrem Freund Philipp im kleinen norwegischen Ort Ersfjordbotn bei Tromsø. Da sie Weitwanderungen und lange Touren liebt, entstand die Idee, mit dem Rad nach Hause zu fahren. In 47 Tagen und mit nur einem Pausentag legte sie 4.014 Kilometer bis nach St. Lorenzen zurück. Während der letzten beiden Wochen wurde sie von ihrem Onkel Paul Rainer begleitet.
Norwegen wurde zur neuen Heimat
Die gebürtige Kärntnerin zog nach ihrem Biotechnologie-Studium an der BOKU Wien für ihr Doktoratsstudium nach Norwegen – und blieb. „Die Berge, das Meer, die beeindruckende Landschaft und die Ruhe haben mich sofort begeistert.“ Für ihre Doktorarbeit forschte sie unter anderem auf Spitzbergen und untersuchte, wie sich der Klimawandel auf den Methankreislauf in der Arktis auswirkt.
Von Fjorden, Flüssen und Naturwundern
Die Strecke führte entlang der Westküste und quer durch Norwegen, mit der Fähre nach Dänemark entlang der Westküste und weiter über Deutschland bis nach Österreich. Die Küsten und zahlreichen Flussradwege waren beeindruckend und halfen, den Kopf frei zu bekommen. Besonders von Deutschland zeigte sich Edda positiv überrascht: „Die vielen Landschaft- und Naturschutzgebiete waren wirklich einzigartig schön.“

Sturm, Regen, Hitze, Eis und 36 Kilo Gepäck
Nicht immer spielte das Wetter mit. Eine Woche lang kämpfte Edda gegen Regen, starken Gegenwind und Sturm. Auf einem Gebirgspass wartete morgens sogar Eis auf dem Zelt. „Mental war das die schwierigste Zeit. Danach wurde das Wetter aber perfekt und das hat mich enorm motiviert. Auch die Hitze habe ich gut ausgehalten, obwohl ich das aus dem hohen Norden gar nicht mehr gewohnt bin.“
Fünf Wochen war sie mit Zelt und 36 Kilogramm Gepäck unterwegs. Als Onkel Paul die Tour begleitete, wurde im Hotel statt im Zelt übernachtet. Dadurch wurde das Gepäck um rund sechs Kilogramm leichter – und auch die Tagesetappen mit meist 80 bis 100 Kilometern länger.
Die nächsten Touren sind schon geplant
Mit gezieltem Kraft- und Mentaltraining bereitete sich die 37-Jährige auf das Abenteuer vor. Ohne Schmerzen oder Überlastung erreichte sie ihr Ziel im Gitschtal. Und dabei soll es nicht bleiben: Als Nächstes möchte Edda die norwegische Küste fertig abradeln. Auch eine Tour von Kärnten nach Griechenland schwirrt bereits in ihrem Kopf herum.











































