Karnisches Ungetüm 2026: Dreifacher Streckenrekord und ein packendes Rennen am Karnischen Höhenweg

Kötschach-Mauthen -

Am Samstag, dem 15. August 2026, wurde das Karnische Ungetüm zum vierten Mal ausgetragen. Bei guten Wetterbedingungen stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erneut einer der härtesten Herausforderungen der österreichischen Trailrunning-Szene: Rund 75 Kilometer und 5.200 Höhenmeter sind auf technisch anspruchsvollem, alpinem Gelände zu bewältigen.

Benedikt Ritter und Pia von Keutz sicherten sich beim Karnischen Ungetüm 2026 den Sieg

Bereits früh setzten sich Benedikt Ritter, Leonhard Spähn und Christoph Schneider vom restlichen Feld ab und absolvierten weite Teile des Rennens gemeinsam an der Spitze. Über viele Stunden blieb offen, wer sich am Ende den Sieg sichern würde.

Dreikampf der Herren bis in die Schlussphase

Erst in der Schlussphase fiel die Entscheidung. Benedikt Ritter setzte sich durch und erreichte das Ziel nach 10:22:50 Stunden. Damit stellte er einen neuen Streckenrekord beim Karnischen Ungetüm auf. Auch um die weiteren Podestplätze blieb es bis zuletzt spannend. Leonhard Spähn konnte Christoph Schneider in der Schlussphase noch überholen und sicherte sich in 10:24:01 Stunden den zweiten Platz. Schneider folgte nur wenige Minuten später. Mit einer Zeit von 10:28:18 Stunden belegte der Lokalmatador Rang drei.

Benedikt Ritter holte sich nach einem spannenden Rennen den Sieg und stellte dabei einen neuen Streckenrekord auf (c) Kathrin Tschernitz Photography

Alle drei Erstplatzierten unter dem bisherigen Streckenrekord

Die Leistungen der drei Erstplatzierten waren außergewöhnlich: Alle drei blieben unter dem bisherigen Streckenrekord von Alexander Westenberger aus dem Jahr 2023. Besonders bemerkenswert war der geringe Abstand nach mehr als zehn Stunden Renndauer. Zwischen Sieger Benedikt Ritter und dem drittplatzierten Christoph Schneider lagen lediglich 5 Minuten und 28 Sekunden. Für Schneider bedeutete der dritte Platz zugleich einen persönlichen Erfolg. Der Lokalmatador absolvierte das Karnische Ungetüm rund eine Stunde schneller als im Vorjahr und konnte seine Leistung auf der anspruchsvollen Strecke damit deutlich steigern.

Pia von Keutz gewinnt bei den Damen

Auch bei den Damen gab es eine starke Vorstellung. Pia von Keutz nahm erstmals am Karnischen Ungetüm teil und sicherte sich auf Anhieb den Sieg. Nach 13:25:46 Stunden erreichte sie als schnellste Frau das Ziel. Den zweiten Platz belegte Marie-Sophie Reiser in 14:53:41 Stunden. Sie kennt das Karnische Ungetüm bereits aus vergangenen Austragungen. Rang drei ging an Carmen Korber, die nach 15:13:16 Stunden das Ziel erreichte.

Pia von Keutz feierte bei ihrer ersten Teilnahme am Karnischen Ungetüm auf Anhieb den Sieg und erreichte das Ziel nach 13:25:46 Stunden (c) Kathrin Tschernitz Photography

Eine Herausforderung weit über das Podest hinaus

Beim Karnischen Ungetüm geht es jedoch nicht nur um Podestplätze und Rekorde. Wer die rund 75 Kilometer und 5.200 Höhenmeter bewältigt und das Ziel erreicht, vollbringt eine außergewöhnliche sportliche Leistung. Die enorme Distanz, die zahlreichen Höhenmeter, das technisch anspruchsvolle hochalpine Gelände und die lange Belastungsdauer fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl körperlich als auch mental. Entsprechend galt im Ziel nicht nur den Siegerinnen und Siegern, sondern jedem einzelnen Finisher großer Respekt.

Eine anspruchsvolle Strecke, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern alles abverlangte (c) Kathrin Tschernitz Photography

Erfolgreiche vierte Austragung

Auch organisatorisch ging die vierte Austragung bei guten Wetterbedingungen erfolgreich über die Bühne. Im Zielbereich sorgten DJ und Moderator für Stimmung und empfingen die Läuferinnen und Läufer nach ihrem langen Weg über die Karnischen Alpen. Mit dem neuen Streckenrekord, dem außergewöhnlich engen Dreikampf an der Spitze und zahlreichen persönlichen Erfolgsgeschichten hat das Karnische Ungetüm 2026 erneut gezeigt, was diesen Bewerb ausmacht: Ausdauer, mentale Stärke, alpines Können und der Wille, sich einer Herausforderung zu stellen, die ihrem Namen alle Ehre macht.

Die schnellsten drei Herren

  1. Benedikt Ritter (GER) – 10:22:50
  2. Leonhard Spähn (GER) – 10:24:01
  3. Christoph Schneider (AUT) – 10:28:18
So sehen Sieger:innen aus! (c) Kathrin Tschernitz Photography

Die schnellsten drei Damen

  1. Pia von Keutz (GER) – 13:25:46
  2. Marie-Sophie Reiser (AUT) – 14:53:41
  3. Carmen Korber (AUT) – 15:13:16
V. l. n. r.: Marie-Sophie Reiser (2.), Pia von Keutz (1.) und Carmen Korber (3.) am Podest (c) Kathrin Tschernitz Photography