Waldbrände in Friaul breiten sich weiter aus – Löschflugzeuge auch am Montag am Weißensee

Kärnten/Friaul -

Die Waldbrände im benachbarten Friaul spitzen sich weiter zu. Besonders betroffen sind die Gebiete rund um Tolmezzo und Illegio sowie Chiusaforte und Malborghetto. Aufgrund des Südwindes zieht der Rauch weiterhin über die Grenze und ist auch in Teilen Kärntens deutlich wahrnehmbar. Die grenzüberschreitende Katastrophenhilfe bleibt aufrecht.


Wie das Land Kärnten am Sonntag informiert, melden die friulanischen Behörden eine weitere Ausbreitung der Feuer. Vor allem die Brände bei Tolmezzo sorgen für eine massive Rauchentwicklung. Auch bei Malborghetto, unweit der österreichischen Grenze, brennt es weiterhin. In Friaul mussten aufgrund der angespannten Situation bereits Ortschaften evakuiert werden. Das Ausmaß der Brände ist mittlerweile auch auf Satellitenbildern erkennbar. Eine nachhaltige Entspannung der Lage ist vorerst nicht in Sicht. Größere Regenmengen, die bei der Brandbekämpfung helfen könnten, werden derzeit nicht erwartet.

Rauchgeruch auch in Kärnten wahrnehmbar

Der Südwind transportiert den Rauch der Waldbrände bis nach Kärnten. Bereits in der Nacht auf Sonntag gingen bei der Landeswarn- und Alarmzentrale mehrere Notrufe aus der Bevölkerung wegen wahrgenommenen Rauchgeruchsein. Daraufhin nahm der Bereitschaftsdienst noch in der Nacht Kontakt mit den zuständigen Behörden in Friaul auf. Die Luftgüte in Kärnten wird laufend überwacht. Nach aktuellem Stand seien hierzulande keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich.

(c) LPD Kärnten

Löschflugzeuge kommen erneut zum Weißensee

Die Unterstützung aus Kärnten geht unterdessen weiter: Auch am Montag, 17. August, werden italienische Löschflugzeuge zwischen 8 und 13 Uhr Wasser aus dem Weißensee aufnehmen, um die Löscharbeiten in Friaul zu unterstützen. Wie lange die Wasserentnahmen noch notwendig sein werden, ist derzeit nicht absehbar. Bereits am Sonntag waren die Maschinen am Weißensee im Einsatz. Polizei, Wasserrettung, Wasserdienst, Feuerwehr, Gemeinde und Behörden sorgen seit Tagen gemeinsam dafür, dass die Wasseraufnahme der Löschflugzeuge sicher und möglichst ungehindert durchgeführt werden kann.

Laufender Austausch mit Friaul

Zwischen Kärnten und den zuständigen Stellen in Friaul besteht weiterhin enger Kontakt. Katastrophenschutzreferent LH Daniel Fellner dankt allen Einsatzkräften, die seit Tagen die Wasserentnahmen am Weißensee ermöglichen und damit die Brandbekämpfung im benachbarten Italien unterstützen. Die weitere Entwicklung der Waldbrände sowie die Rauch- und Luftgütesituation werden laufend beobachtet.