„Es brennt unter den Nägeln“
Bei den Betriebsbesuchen und den Gesprächen am Abend wurde deutlich, welche Themen den Bauern derzeit besonders „unter den Nägeln brennen“. Vor allem die zunehmende Bürokratie, hohe Betriebskosten und gestiegene Treibstoffpreise stellen für viele Betriebe große Herausforderungen dar. Ein weiterer Diskussionspunkt waren die Ausgleichszahlungen für landwirtschaftliche Betriebe. Kritisiert wurde, dass die jährliche Inflation bei diesen Zahlungen nicht entsprechend berücksichtigt werde. Eine entsprechende Inflationsanpassung zählt daher zu den Forderungen der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft.
Rege Diskussion in Grafendorf
Am Abend trafen im Gasthof Jantschig in Grafendorf Spitzenkandidat Roman Linder, BPO Barbara Plunger, Christian Steinwender sowie das Team der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft aus dem Bezirk Hermagor mit interessierten Gästen zusammen. Christian Steinwender übernahm die Begrüßung seitens der Bezirksbauernvertretung. Michael Gleichenthal war terminlich verhindert und ließ sich für den Abend entschuldigen. Nach der Vorstellung des Wahlprogramms durch Roman Linder entwickelte sich eine rege Diskussion. Die anwesenden Bäuerinnen und Bauern nutzten die Gelegenheit, ihre Erfahrungen aus dem bäuerlichen Alltag und aktuelle Herausforderungen direkt einzubringen. Für eine kleine symbolische Unterstützung sorgte Barbara Plunger: Sie überreichte dem Spitzenkandidaten ein vierblättriges Kleeblatt, das ihm Glück für den bevorstehenden Wahlkampf und die Landwirtschaftskammerwahl bringen soll.


Bürokratie, Kosten und Absicherung im Fokus
Zu den Schwerpunkten der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft zählen unter anderem weniger Bürokratie, eine Inflationsanpassung der Ausgleichszahlungen sowie Entlastungen bei den Betriebskosten. Auch die gestiegenen Treibstoffpreise wurden als zunehmende Belastung für die heimischen Betriebe thematisiert. Weitere Punkte des Wahlprogramms betreffen einen stärkeren Schutz der heimischen Landwirtschaft, eine transparente Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln sowie praxistaugliche Rahmenbedingungen für bäuerliche Familienbetriebe.
Dürre und Wetterextreme als Herausforderung
Auch die Folgen von Dürre und Wetterextremen beschäftigen die Landwirtschaft. Die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft kritisiert in diesem Zusammenhang die bestehenden Unterstützungsmaßnahmen und fordert eine bessere finanzielle Absicherung betroffener Betriebe. Mit einem breit aufgestellten Kandidatenteam geht die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft nun in die Landwirtschaftskammerwahl am 25. Oktober 2026. Fünf der ersten 15 Kandidaten sind Frauen, insgesamt stehen mehr als 200 Unterstützer hinter der Kandidatur.







































