Neue Details zum Waldbrand bei Laas: Glutnest entdeckt – Feuerwehr erneut im Einsatz

Gailtal Journal zu bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen Aktivieren

Kötschach-Mauthen/Laas -

Wie bereits berichtet, konnte der Waldbrand am Laaser Berg (Jukbichl) am Freitag, dem 4. September, unter Kontrolle gebracht werden. Bei einem Kontrollflug mit einer Drohne wurde am Samstagmorgen ein weiteres Glutnest lokalisiert. Feuerwehr und Bergrettung rückten daraufhin erneut aus. Insgesamt standen zehn Feuerwehren mit rund 100 Einsatzkräften im Einsatz.

Bei einem Kontrollflug am Samstagmorgen wurde ein Glutnest entdeckt – rund 20 Einsatzkräfte standen daraufhin im Einsatz

Von einem aufmerksamen Passanten wurde am 4. September 2026 ein entstehender Waldbrand am Laaser Berg (Jukbichl) in der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen (Bezirk Hermagor) gemeldet.

Alarmierung und Erkundung

Um 10.50 Uhr wurden mehrere Feuerwehren des Oberen Gailtals von der LAWZ mittels Sirenenalarm alarmiert. Bereits auf der Anfahrt veranlassten der Einsatzleiter und der Bezirksfeuerwehrkommandant über die LAWZ die Anforderung des Polizeihubschraubers „Libelle Lima“ sowie des Faltbehälters der FF Birnbaum. Zusätzlich wurde die Bergrettung Kötschach-Mauthen zur Unterstützung angefordert. Nach dem Eintreffen im Bereich des Brandes wurde die Lage zunächst erkundet. Dabei konnte ein geeigneter Stichweg gefunden werden. Vom Ende dieses Weges aus wurden, ausgehend vom TLFA 5000 der FF Kötschach-Mauthen, zwei rund 150 Meter lange Zubringerleitungen im steilen Gelände verlegt. Von dort wurden mit D-Schläuchen weitere Angriffsleitungen bis zum Brandbereich aufgebaut.

Auch der Polizeihubschrauber „Libelle Lima“ stand im Einsatz (c) FF Laas

Rund 100 Quadratmeter Wald betroffen

Im betroffenen Bereich waren rund 100 Quadratmeter Fläche in sehr ausgesetzter Lage vom Brand betroffen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen etwa fünf Bäume sowie mehrere Wurzelstöcke in Flammen. Nach einem Erkundungsflug des Polizeihubschraubers und dem Einfliegen der Flughelfer wurde der Löschangriff aus der Luft gestartet. Mit dem Außenlastbehälter „Bambi Bucket“ erfolgten, von den Flughelfern eingewiesen, gezielte Abwürfe von Löschwasser über der Brandstelle. Insgesamt wurden 35 Abwürfe mit mehr als 17.000 Litern Wasser durchgeführt. Das benötigte Löschwasser wurde aus einem Faltbehälter aufgenommen, der in der Nähe der Laaser Kirche aufgebaut und mittels Tragkraftspritze mit Wasser aus dem Laaser Bach gespeist wurde. Um den Bambi Bucket gezielter positionieren zu können und den sogenannten „Downwash“ zu reduzieren, kam zeitweise eine Long-Line der FF Nikolsdorf aus Osttirol zum Einsatz.

(c) FF Laas

Bodenkräfte in steilem Gelände

Parallel dazu erfolgte der koordinierte Bodenlöschangriff. Mit den weiteren Tanklöschfahrzeugen der FF Kötschach-Mauthen und der FF Dellach im Gailtal sowie dem nachalarmierten TLFA 3000 der FF Hermagor wurde ein Pendelbetrieb zwischen dem LKH Laas und dem TLFA 5000 als Pufferspeicher eingerichtet, um die Löschwasserversorgung vor Ort sicherzustellen. Dabei wurden weitere rund 20.000 Liter Wasser auf den Berg gebracht. Die Bergrettung Kötschach-Mauthen hat mit Seilgeländern und Abstiegsseilen die Einsatzstelle für die Kameraden der Feuerwehren gesichert. Gegen 16 Uhr konnten die Löscharbeiten beendet werden. Die Kontrolle mittels Wärmebildkamera zeigte keine Auffälligkeiten. Nach dem Abrücken erfolgten eine Nachbesprechung und die Verpflegung der Kameraden beim Rüsthaus der FF Laas. Insgesamt standen rund 100 Kräfte im Einsatz.
(c) FF Laas

Glutnest bei Nachkontrolle mit Drohne entdeckt

Am Samstag, dem 5. September erfolgte um 07:30 Uhr die erneute Zufahrt zum Waldbrandbereich durch den Einsatzleiter und einen Drohnenoperator der Polizei Kötschach-Mauthen samt Drohne mit Wärmebildkamera. Bei den Kontrollflügen über dem betroffenen Gebiet konnte dabei ein konzentriertes Glutnest lokalisiert werden. Daraufhin erfolgte durch den Einsatzleiter die Nachalarmierung der FF Kötschach-Mauthen und der Bergrettung Kötschach-Mauthen. Vor Ort wurde nach der genauen Ortung des Glutnestes die Bekämpfung mittels Waldbrand-Löschrucksack und Schanzwerkzeug durch Kameraden der FF Kötschach-Mauthen, die von der Bergrettung mit Seilen und Klettergurten gesichert wurden, durchgeführt. Der darauffolgende Kontrollflug mit der Drohne lieferte keine Hinweise auf weitere Glutnester. Der Einsatz konnteum 11:30 Uhr beendet werden. Im Einsatz standen rund 20 Personen.
Nach einem Kontrollflug am Samstag konnte ein Glutnest lokalisiert werden (c) FF Laas

 

(c) FF Laas