Ein Leben im Dienst der Region

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Hermagor -

Mario Oberortner, Vorstandsdirektor der Raiffeisenbank Karnische Region, ist beruflich wie privat eng mit dem Gailtal verbunden. Seit mehr als drei Jahrzehnten arbeitet er im Bankwesen und trägt heute Verantwortung für den Bereich Marktfolge der fusionierten Regionalbank. Neben seiner Tätigkeit engagiert er sich als Präsident des Rotary Club Hermagor, bei der FF Kühweg und im Sport. Skispringer Daniel Tschofenig ist sein Neffe und zugleich sein Patenkind.


Oberortner (52) stammt aus Kühweg bei Hermagor. Nach der Volks- und Hauptschule Hermagor sowie der HAK Villach begann er 1994 seine Laufbahn bei der Raiffeisenbank Hermagor. 1997 folgte der Wechsel nach Kötschach-Mauthen, wo er ab 2000 die Leitung des Rechnungswesens übernahm. Die frühe Übernahme von Verantwortung prägte seinen weiteren Weg ebenso wie die bewusste Entscheidung, sich auf die Bereiche Marktfolge und Bankbetrieb zu konzentrieren – jene Bereiche, in denen Risikosteuerung, Abläufe und Stabilität einer Bank zusammenlaufen. 2017 wurde er Prokurist, 2020 Vorstand für den Bereich Marktfolge, seit der Fusion 2024 verantwortet er diesen Bereich für die gesamte Raiffeisenbank Karnische Region. Privat ist Mario Oberortner mit Martina verheiratet, Lehrerin an der HLW Hermagor. Die beiden Töchter Selina (27, Juristin) und Leonie (22, Bachelor of Arts in Business) sind bereits erwachsen. Neben Beruf und Familie engagiert er sich als Präsident des Rotary Club Hermagor, ist Mitglied der FF Kühweg und war viele Jahre aktiver Fußballer beim SC Hermagor.

Mario Oberortner mit Ehefrau Martina und den Töchtern Selina und Leonie

Gailtal Journal: Welche Stationen waren für Ihren beruflichen Weg besonders prägend?

Mario Oberortner: Frühe Verantwortung, die Arbeit in den „unsichtbaren“ Bankbereichen und die aktive Mitgestaltung der Fusion waren entscheidend. Diese Schritte haben meinen Blick auf die Gesamtbank geschärft und meinen Führungsstil geprägt. Besonders prägend war der Übergang vom Mitarbeiter zur Führungskraft, weil sich damit der Blick auf die langfristige Stabilität des Hauses verändert.

Was hat sich durch die Fusion und Ihre Rolle im Vorstand konkret verändert?

Die Marktfolge ist größer und spezialisierter geworden. Der Fokus liegt nun auf einheitlichen Abläufen und Strukturen für die gesamte Bank. Dieser Integrationsprozess bestimmt derzeit meinen Arbeitsalltag. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig klare Prozesse für eine Regionalbank sind, um effizient und risikoadäquat arbeiten zu können.

Rotary Club Hermagor: Mario Oberortner folgt als Präsident auf Elke Beneke

Welche Ziele verfolgen Sie als Präsident des Rotary Club Hermagor?

Im Mittelpunkt steht Hilfe für Menschen in der Region – besonders für Familien und Kinder in schwierigen Situationen sowie die Förderung von Bildung und Ausbildung. Rotary bedeutet für mich, dort zu unterstützen, wo es unmittelbar gebraucht wird. Diese Aufgabe sehe ich als wertvollen Beitrag für das soziale Gefüge im Gailtal.

Welche Bedeutung haben Fußball und Feuerwehr für Sie – und wie gelingt der Ausgleich?

Sport und Feuerwehr stehen für Gemeinschaft, Verantwortung und Zusammenhalt. Zeit findet man für das, was man gerne tut – entscheidend ist die gute Abstimmung mit der Familie, die mir große Unterstützung gibt. Diese Aktivitäten geben mir Ausgleich und erinnern mich daran, wie wichtig Bodenständigkeit und Teamgeist sind.

Ihr Neffe ist Skispringer Daniel Tschofenig. Wie erleben Sie diesen Bezug zum Spitzensport?

Ja, das stimmt – ich bin sogar sein Taufpate. Wir haben sehr guten Kontakt, sprechen aber meist über Alltägliches und nicht nur über den Sport. Es freut mich, seine Entwicklung mitzuerleben, und dennoch bleibt der familiäre Austausch ganz normal und unverkrampft.