Bachmanns Verbindung zum Gailtal
Die offizielle Eröffnung des Ingeborg Bachmann Raumes war, in Kooperation mit dem KärntenMuseum und dem Bachmann Haus, gekonnt eingebettet in einen Abend zwischen Literatur, Tanz und Musik. Unter dem Titel „Wir aber wollen über Grenzen sprechen“ nahm die Veranstaltung Bachmanns ständige Auseinandersetzung mit Grenzen, Sprache und der Sehnsucht nach Ferne in den Blick. Eine besondere Verbindung zum Gailtal entstand bereits in ihrer Kindheit und Jugend: Die Sommermonate verbrachte die spätere Schriftstellerin vielfach am großelterlichen Tobaihof in Obervellach bei Hermagor, wo ihr Vater eine „Zuhube“, also ein kleines Sommerhaus, besaß. Eng mit dem Gailtal verbunden ist auch Bachmanns frühes literarisches Schaffen, etwa die historische Novelle „Das Hondischkreuz, die 1943 entstand, sowie Teile ihres „Kriegstagebuchs“ aus den Jahren 1944/45.
Ehrengäste
Bezirkshauptmann Mag.Dr. Heinz Pansi in seiner Funktion als Obmann des Förderungsvereines GailtalMuseum konnte zur Veranstaltung folgende Ehrengäste aus der Kärntner Literatur- und Kulturlandschaft im heimeligen Ambiente des Dachgeschoßes von Schloss Möderndorf begrüßen, die ihrerseits maßgeschneiderte Grußbotschaften und Kurz-Statements zur großen Kärntner Literatin überbrachten: Landtagsabgeordneter Stefan Sandrieser, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Sport und Bildung, Hermagor‘s Bürgermeister DI Leopold Astner, Mag.a Martina Stermitz v.d. Geschäftsführung Ktn.Museum sowie Mag.a Katharina Herzmansky, Kuratorin im Bachmann-Haus Klgft und MMag.a Brigitte Winkler-Komar, Abteilungsleiterin „Kunst und Kultur“ im Amt der Kärntner Landesregierung.
Szenische Lesung
Ein beeindruckende Performance bei der szenischen Lesung aus Ingeborg Bachmann’s Kriegstagebuch zeigten die beiden Theater- und Filmschauspieler Sabine und Michael Kristof-Kranzelbinder in Verbindung mit der überzeugenden Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Leonie Humitsch und der gekonnten musikalischen Begleitung des österreichischen Jazz-Musikers Benny Omerzell am Keyboard.
Der Briefwechsel zwischen Ingeborg und ihrem Verehrer Jack Hamesch kurz nach Kriegsende ab 1945, mit der Kernaussage „Das ist der schönste Sommer meines Lebens“ ist beim begeisterten Publikum angekommen wie eine Live-Sendung, als ob die berühmte Literatin im Raum anwesend gewesen wäre.









































































