Klagenfurter Dom:

Bischof Marketz weiht vier Männer zu Ständigen Diakonen und einen Priesteramtskandidaten zum Diakon

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Klagenfurt -

Am Sonntag, dem 4. Oktober, dem Gedenktag des hl. Franz von Assisi, wird Diözesanbischof Dr. Josef Marketz um 15 Uhr im Klagenfurter Dom fünf Männer zu Diakonen weihen.

Die Weihekandidaten für den Ständigen Diakonat Robert Alberer, Klaus Smeritschnig, Gernold Lagger und Josef Christian Walker (v. l.) mit Bischof Marketz bei deren Beauftragung zu Akolythen im Jahr 2025, eine Stofftasche (Bursa) tragend, in der sich das Gefäß für die geweihten Hostien (Pyxis) befindet

Vier von ihnen werden im Rahmen dieses Gottesdienstes zu Ständigen Diakonen geweiht, nämlich Robert Alberer (Pfarre Obermillstatt), Gernold Lagger (Pfarre Feistritz an der Drau), Klaus Smeritschnig (Pfarre St. Margarethen ob Töllerberg/Šmarjeta) und Josef Christian Walker (Pfarre Grafendorf im Gailtal).

Insgesamt 62 Ständige Diakone

Mit diesen vier neu geweihten Ständigen Diakonen gibt es in der Diözese Gurk insgesamt 62 Ständige Diakone, von denen acht im Ruhestand sind. Ständige Diakone sind oft verheiratet und wirken neben ihrem Zivilberuf bzw. im Ruhestand meist ehrenamtlich in einer oder mehreren Pfarren.

Priesteramtskandidat Lukas Krobath, derzeit Pastoralpraktikant im Pfarrverband Bad St. Leonhard, Schiefling und Prebl sowie in der Pfarre Preitenegg, empfängt die Diakonweihe als Durchgangsstufe für die Priesterweihe.

Die Diakonweihe im Klagenfurter Dom, die auch via Livestream Livestream-Übertragungen aus der Domkirche Klagenfurt übertragen wird, wird musikalisch von der Schola der Diakonengemeinschaft der Diözese Gurk, dem Gemischten Chor Grafendorf und Domorganist Klaus Kuchling gestaltet.

Vier neue Ständige Diakone

Robert Alberer (56), selbständiger Energieberater und Religionslehrer, ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Als Ständiger Diakon wird er in seiner Heimatpfarre Obermillstatt tätig sein.

Gernold Lagger (42), Religionslehrer, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Als Ständiger Diakon wird er in seiner Heimatpfarre Feistritz an der Drau wirken.

Klaus Smeritschnig (45), Beamter im Bundesdienst, ist verheiratet und zweifacher Familienvater. Als Ständiger Diakon wird er in seiner Heimatpfarre St. Margarethen ob Töllerberg/Šmarjeta tätig sein.

Josef Christian Walker (48), Landwirt, ist ledig und wird Diakon mit Zölibatsversprechen. Er wird in seiner Heimatpfarre Grafendorf im Gailtal wirken.

Priesterseminarist Lukas Krobat                                                                                                Fotocredit: privat

Auf dem Weg zum Priester

Lukas Krobath (30) leistete nach der Matura an der Bundeshandelsakademie 1 in Klagenfurt seinen Zivildienst bei der Katholischen Jugend Kärnten und trat 2017 in das Priesterseminar der Diözese Gurk in Graz ein. Von 2018 bis 2026 absolvierte er das Diplomstudium der Katholischen Fachtheologie an der Universität in Graz, von 2021 bis 2022 verbrachte er ein Auslandsjahr an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Seit 2025 wirkt Krobath als Pastoralpraktikant im Pfarrverband Bad St. Leonhard, Schiefling und Prebl sowie in der Pfarre Preitenegg, wo er bis zu seiner Priesterweihe auch den Dienst als Diakon versehen wird.

Das Wort „Diakon“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Diener“. Gemäß apostolischer Überlieferung durch Handauflegung und Gebet geweiht ist es der Auftrag der Diakone, die soziale Dimension des christlichen Auftrags in Kirche und Gemeinde wachzuhalten. Daher widmen sie sich nach alter Tradition Menschen in unterschiedlichen Bedrängnissen und Nöten. 
Diakone können im Auftrag des Bischofs bzw. des zuständigen Ortspfarrers Wort-Gottes-Feiern, Segnungen, Prozessionen und Begräbnisse leiten, predigen, das Sakrament der Taufe spenden, kirchlichen Trauungsfeiern vorstehen sowie alten und kranken Menschen die hl. Kommunion bringen. Diakone sind jedoch nicht dazu ermächtigt, hl. Messen zu feiern oder das Bußsakrament sowie die Krankensalbung zu spenden.

Diakonat als „Durchgangsstufe“ zur Priesterweihe

Der zeitliche Diakonat ist in der Katholischen Kirche eine „Durchgangsstufe“ für die Priesterweihe. Im Gegensatz zu diesem zeitlichen Diakonat folgt auf den so genannten „Ständigen Diakonat“ in der Regel keine Priesterweihe. Seit 1968 können verheiratete Männer mit Zustimmung ihrer Ehefrau nach einer entsprechenden Ausbildung zum Ständigen Diakon geweiht werden. Für ledige Männer ist die Weihe zum Ständigen Diakon mit dem Zölibatsversprechen verbunden. Ständige Diakone übernehmen den Diakonat auf Lebenszeit.