11. Grenzgänger Marathon: 2.275 Höhenmeter – und trotzdem unter fünf Stunden im Ziel

Mauthen -

Nicht zu bremsen ist der derzeit wohl beste Bergläufer Oberkärntens, Bernahrd Unterüberbacher aus Kötschach-Mauthen. Fragt man ihn, wie er beim diesjährigen 11. Grenzgänger Marathon mit 42,4 km Länge und 2.275 zu überwindenden Höhenmetern eine Zeit unter fünf Stunden schafft, lächelt er bei den Worten „Gut trainiert und immer das Ziel, wo mich meine junge Familie erwartet, vor Augen, mit Vollgas Meter für Meter voran und allen auf und davon!“

Strahlende Gesichter bei der Siegerehrung

Diesen Trailrunner Bewerb gewann er mit 04:53:41,5 Stunden vor dem Zweitplatzierten Christoph Hochenwarter mit 05:05:20,5 Stunden. Bei den Damen war mit Anna Hecher eine überlegene Siegerin mit 06:20:25,7 Stunden ins Ziel gekommen und durfte sich ausgiebig über Tagesbestzeit freuen.

Startschuss in den Morgenstunden

Im Morgengrauen des Samstags, 8. August, versammelten sich 55 der mehr als 60 gemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer im ÖAV-Freizeitpark. Pünktlich um 6 Uhr fiel der Startschuss. Schon beim Einstieg in den Nölblinger Grabensteig, der nach dem nächtlichen Gewitter diesmal besonders nass und glitschig war, setzten sich die Favoriten an die Spitze.

1.000 Höhenmeter bis zur ersten großen Etappe

Die 1.000 Höhenmeter Anstieg zur Labestation bei der Zollnersee-Hütte, liebevoll hergerichtet von Hüttenwirt Wolfgang Heinz und seinem Team, mussten auch die Sportler der Kurzstrecke bewältigen, ehe sich die Wege bei der Oberen Bischof Alm trennten. Die einen liefen weiter zum höchsten Punkt der Tour entlang des Karnischen Höhenweges in Richtung Kronhof Törl, wo auf italienisches Staatsgebiet gewechselt wurde, um schließlich den höchsten Punkt am Promoser Törl (2.195 m) zu erreichen. Die anderen bogen zur Kurzstrecke ab – immerhin 28 Kilometer – und liefen Richtung Untere Bischof Alm und weiter über Dolling und Würmlach ins Ziel.

Noch acht Kilometer bis zum Ziel

Die „Langen“ erreichten nach der Malga Pal Grande über den Freikofel Sattel das österreichische Angerbachtal und gelangten, vorbei am Plöckenhaus und über die Theresien-Höhe, zur Unteren Valentin Alm. Von dort ging es noch einmal acht Kilometer entlang des Römerweges zurück ins Ziel.