Kontrollgürtel an Kärntens Grenzen: Schlepperaufgriffe deutlich gesunken

Kärnten -

Am Donnerstag, den 19. Februar 2026 verschafften sich Innenminister Gerhard Karner, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, der Leiter der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung (FGA) Kärnten, Armin Lukmann, sowie Militärkommandant Philipp Eder im Rahmen einer fremdenpolizeilichen Schwerpunktaktion auf der Tauernautobahn in Kärnten ein Bild der laufenden Maßnahmen.

Die verstärkten Grenzkontrollen zeigen Wirkung

Innenminister Karner betonte, dass der Kontrollgürtel an der Grenze erst vor wenigen Wochen verbreitert und die Grenzkontrollen vorerst bis Mitte Juni 2026 verlängert wurden. „Kontrollen erfolgen nicht nur direkt an den Grenzen, sondern verstärkt auch im grenznahen Raum“, erklärte er.

Schlepperaktivitäten deutlich reduziert

Vor drei Jahren sei die Situation eine völlig andere gewesen, betonte Karner. Der Außengrenzschutz an der türkisch-bulgarischen Grenze war nicht vorhanden, die „Schleppermafia” bestimmte das Geschehen. Das hat sich geändert: Gab es vom 1. Jänner 2023 bis 17. Februar 2023 an der sogenannten Südgrenze (Burgenland, Steiermark und Kärnten) rund 3.500 Aufgriffe, so waren es im selben Zeitraum 2026 rund 280 Aufgriffe.

Grenzschutz und Asylreform

Das konsequente Vorgehen gegen die „Schleppermafia” werde in Kärnten fortgesetzt, der Kontrollgürtel bleibe wirksam, sagte Karner. Gleichzeitig würden auf europäischer Ebene Maßnahmen zur Asylwende vorangetrieben werden, etwa Asylverfahren und Rückkehrzentren außerhalb Europas, um das Geschäftsmodell der Schlepper nachhaltig zu zerschlagen. „Ich danke den Polizistinnen und Polizisten und auch den Angehörigen des Bundesheeres für ihren unermüdlichen Einsatz“, betonte der Innenminister.

Assistenzeinsatz des österreichischen Bundesheeres

Das österreichische Bundesheer unterstützt aktuell im Burgenland, in Kärnten, der Steiermark und in Tirol. Innenminister Karner betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit von Soldaten des Bundesheeres und Sicherheitsbehörden.