Mit Hubschrauber geborgen: Wölfe vermutlich für den Tod von fünf Kalbinnen verantwortlich

Gailtal -

Wie die Kleine Zeitung berichtet, ereignete sich in den letzten Tagen auf der Jaukenalm im Gailtal eine tragische Tiertragödie. Fünf Jungkalbinnen wurden höchstwahrscheinlich von einem oder mehreren Wölfen in den Tod gehetzt.


Die Tiere stürzten über eine hohe Felswand ab und verendeten vor Ort. Um die Kadaver zu entfernen, da sie sich in der Nähe eines Quellschutzgebietes befanden, musste ein Helikopter eingesetzt werden. Auf der Jaukenalm sommern normalerweise rund 140 Jung- und Galtvieh. Die betroffenen Landwirte, insgesamt etwa 15, sind zornig über diese Wolfsattacken. Sie fordern, dass der Wolf wie jedes andere Wildtier bejagt werden darf. Sie sind überzeugt, dass der Wolf erst dann scheu wird und sich von Siedlungen und Almen fernhält.

15 gerissene Schafe auf der Reisacher Jochalm

Reisacher Jochalm

Die anhaltenden Wolfsangriffe haben auch Auswirkungen auf den Almsommer auf der Reisacher Jochalm. Nach mehreren Attacken musste die dortige Schafherde von 45 Tieren vorzeitig zurück in die heimischen Ställe getrieben werden. Die Bilanz ist blutig, mit insgesamt 15 getöteten Schafen. Die Schafbauern sind deprimiert und ratlos und stellen sich die Frage, ob eine Schafhaltung ohne Alm überhaupt noch sinnvoll ist. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen ergriffen werden, um solche tragischen Vorfälle in der Zukunft zu verhindern und den Konflikt zwischen dem Schutz der Tierwelt und den Interessen der Landwirte zu lösen.