Neujahrstragödie in Osttirol: Rodler bei schwerem Unfall tödlich verunglückt

Gemeinde Nikolsdorf/ Osttirol -

Am gestrigen Donnerstag, dem 1. Jänner 2026 gegen 16:00 Uhr ereignete sich im Gemeindegebiet von Nikolsdorf ein schwerer Rodelunfall. Ein 63-jähriger Mann und seine 58-jährige Ehefrau aus Österreich waren gemeinsam auf einer Rodel von der Rabantalm über die Forststraße talwärts unterwegs. Ihre 23-jährige Tochter und deren 23-jähriger Ehemann fuhren dem Ehepaar auf einer eigenen Rodel voraus.

Am Neujahrstag stürzte ein Rodler im Gemeindegebiet von Nikolsdorf in Osttirol rund 75 Meter ab und verunglückte tödlich.

Absturz in steiles Felsgelände

In einer leichten Linkskurve geriet das Ehepaar über den rechten Fahrbahnrand hinaus. In diesem Bereich fällt das Gelände abrupt steil ab und geht nach wenigen Metern in nahezu senkrechtes, etwa 25 Meter hohes Felsgelände über. Das Ehepaar stürzte über diese Felswand und anschließend weitere rund 50 Meter über ein ca. 55 Grad steiles, schneebedecktes Waldgelände ab.

Sofortige Hilfe und Notruf

Aufsteigende Rodler bemerkten die frische Rodelspur, die über den Fahrbahnrand hinausführte, und hörten Schreie von unten. Sie setzten umgehend einen Notruf ab. Der Schwiegersohn stieg zu den Verunfallten ab und leistete Erste Hilfe, bis der Notarzt des Notarzthubschraubers (NAH) eintraf.

Rettung und medizinische Versorgung

Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 63-jährigen Mannes feststellen. Die schwer verletzte Ehefrau wurde gegen 17:00 Uhr vom NAH mittels Tau geborgen und zunächst ins BKH Lienz, anschließend aufgrund der schweren Verletzungen ins LKH Klagenfurt überstellt. Der tödlich verunglückte Mann wurde nach Abschluss der Unfallaufnahme von der Bergrettung Lienz geborgen und ins Tal gebracht.

Einsatzkräfte vor Ort

Im Einsatz befanden sich 22 Mitglieder der Bergrettung Lienz sowie zwei Alpinpolizisten. Die Angehörigen wurden währenddessen von einem KIT-Team des Rettungsdienstes betreut.