Rettung aus der Luft: Rücksichtslosigkeit auf den Pisten behindert zunehmend Hubschraubereinsätze

Kärnten/ Nassfeld -

Während der Weihnachtsferien herrschte in Kärnten nicht nur auf den Skigebieten reger Betrieb, auch die Krankenhäuser und Bergrettungsdienste waren stark gefordert. In den vergangenen Tagen starteten mehrmals täglich die Rettungshubschrauber von ARA und ÖAMTC, um verletzte Skifahrer von den Pisten zu bergen, wie der ORF in einer Aussendung berichtet. Die Retter weisen jedoch darauf hin, dass solche Einsätze zunehmend erschwert werden, da rücksichtslose Skifahrer die Arbeit der Teams behindern.

Hubschraubereinsätze auf Kärntens Pisten werden durch schwierige Bedingungen zunehmend herausfordernd.

Rettungseinsatz am Nassfeld behindert

Die Einsatzkräfte der ARA-Flugrettung beobachten seit geraumer Zeit ein zunehmendes Problem: Rücksichtslose Skifahrer behindern die Rettungseinsätze auf den Pisten. Immer häufiger kommt es vor, dass Schaulustige Absperrungen umgehen oder den Hubschraubern den Platz zum Landen verwehren. Dadurch wird die Arbeit der Rettungsteams deutlich erschwert, da neben dem eigentlichen Unfallgeschehen auch auf andere Skifahrer und Zuschauer geachtet werden muss. Erst vor wenigen Tagen konnte ein Hubschrauber am Nassfeld deshalb nicht direkt auf der Piste landen; der verletzte Skifahrer musste stattdessen mit der Rettungswinde geborgen und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden, berichtet Thomas Jank, Geschäftsführer der ARA-Flugrettungshubschrauber gegenüber dem ORF.

Schwere Verletzungen auf den Pisten

Die Bergrettung Kärnten weist darauf hin, dass die engen und oft sehr harten Pistenbedingungen das Risiko für schwere Verletzungen der Skifahrer deutlich erhöhen. Besonders betroffen sind zentrale Bereiche des Bewegungsapparates wie Wirbelsäule, Becken oder Oberschenkel.