Moderne Forschungsmethoden in der Archäologie:

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Hermagor - Zum 10-jährigen Jubiläum der UNESCO-Schule fand im Bundesoberstufenrealgymnasium Hermagor ein Vortrag von der Kärntnerin Dr. Sabine Ladstätter (Österreichische Akademie der Wissenschaften) zum Thema der Archäologie statt.

So spannend kann Schule sein und wie die Unterrichtsfächer ineinander übergreifen, das konnte auch heute wieder sinnbildlich gemacht werden. Dr. Sabine Ladstsätter von der Österreichsichen Adademie der Wissenschaften sorgte heute Vormittag für einen kurzweiligen Vortrag über Ihren Beruf - ihre Berufung der Archäologie
Viele junge Menschen träumen davon, Archäologe/in zu werden, nur wenige wissen aber genauer über das Berufsbild Bescheid. Im Vortrag wurde ein faszinierender Einblick in einen Wissenschaftszweig gegeben, der Natur- und Geisteswissenschaften verbindet, die modernsten technischen Verfahren anwendet und zudem einen starken Praxisbezug aufweist. Dabei wurden aber auch ganz zentrale Fragen des Menschseins behandelt und dadurch die Relevanz historischer Disziplinen für Zukunftsfragen deutlich vor Augen geführt.
Die gebürtige Klagenfurterin maturierte am Gymnasium in Völkermarkt

Zur Biographie:

Dr. Sabine Ladstätter absolvierte das Diplomstudium der Klassischen Archäologie und Alten Geschichte und Altertumskunde an der Karl Franzens Universität Graz. 1992 folgte die Diplomarbeit „Die griechische Münzsammlung des Instituts für Alte Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz“. Ihr Doktoratstudium legte die Tainacherin an der Universität Wien mit Studienaufenthalten in Athen und Laibach (Ergänzungsstudium der Ur- und Frühgeschichte).
Die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler, des Lehrpersonals und interessierter Zuhörer war von Beginn an ungebrochen

Beruf wurde zur Berufung

Seit ihrer Jugend verspürt die Völkermarkterin ihrer Berufung nachzugehen. Sie forscht in der römischen und byzantinischen Archäologie, in der Wirtschaftsarchäologie, der Bio-Geoarchäologie, der Keramikforschung und Cultural Heritage Studies.
Bildliche Darstellungen sorgten für einen spannenden Vortrag
Alles was unter der Erde versteckt ist, fasziniert die Archäologin schon seit Kindertagen. Sie sucht nach Überresten aus der Vergangenheit und stellt sich dabei zentrale Fragen: „Woher kommen wir?“ „Warum sind wir, wie wir sind?“ „Wer oder was prägt uns?“. Die ersten Archäologen waren reine Abenteurer und die Grabungen basierten auf Schatzsuchen.
Der Vortrag ließ Raum für konstruktive Fragen, welche die SchülerInnen auch stellten

Artefakte vs. Biofakte

Nur ein Teil des plakativen Vortrages war die Begriffserklärung von „Artefakte / Biofakte“. Einerseits geht es um Kunst (Vasen, Gebäude) bzw. bei den Biofakten um Überreste des Lebens von Menschen, Tieren und Pflanzen.