Bonus „Raus aus Öl“ wird besonders stark gefördert

Arnoldstein -

Auf Initiative der österreichischen Bundesregierung gibt es heuer für Private wieder Förderungen für Sanierung und Heizungsumstellung.

Die Förderungen fallen dabei durchaus kräftig aus. So gibt es für thermische Maßnahmen zwischen 3.000,– und 6.000,–.

Der Sanierungscheck 2018 ist da!

Für die Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen kommen noch 1.000,– extra dazu. Die Umstellung von fossilen Energieträgern (z.B. Heizöl) auf Biomasse gibt es den BONUS „Raus aus ÖL“ über 5.000,–. Dabei muss das Gebäude bereits einen guten thermischen Standard haben oder die Heizungsumstellung wird gleichzeitig mit zumindest einer thermischen Maßnahme (z.B. Deckensanierung) durchgeführt. Die Förderungen sind teilweise unbürokratisch abzuwickeln. So ist bei Heizungstausch in Kombination mit einer einzelnen thermischen Maßnahme kein Energieausweis mehr erforderlich. Auch Nebenwohnsitze sind förderfähig, selbst wenn sich der Hauptwohnsitz im Ausland befindet. Die Förderungen des Sanierungsscheck 2018 lassen sich mit Landesförderungen oder Gemeindeförderungen fast beliebig kombinieren.

Der Austausch von alten Ölheizungen wird besonders stark gefördert (c) Reinitzhuber

Wohnbauförderung in Kärnten 2018 neu!

Auch die Wohnbauförderungen des Landes Kärnten wurden mit 2018 überarbeitet.  Im ersten Schritt ist die „Vor-Ort-Energieberatung“ im Wert von 200,– in Anspruch zu nehmen. Diese Beratung wird zu 100% vom Land Kärnten gefördert. Die Anmeldung erfolgt online unter https://ktn.ebsmanager.net/anmeldung/. Bei umfassender energetischer Sanierung gibt es bis zu 15.000,- Förderung bzw. max. 40%. Für Dämmungen nachwachsender Rohstoffe gibt es einen Aufschlag von 50%. Einzelmaßnahmen wie z.B. Dämmung der Außenwände wird mit 5.000,– gefördert, die Umstellung von Öl (inkl. Entsorgung) auf z.B. Pellets mit 2.700,–. Mit 2018 wird auch die Heizungsoptimierung (Hocheffizienzpumpen, hydraulischer Abgleich, voreinstellbare Ventile, usw.) mit bis zu 450,– gefördert.

Eine moderne Pelletheizung ist eine CO2-neutrale Alternative zu einer Ölheizung (c) Reinitzhuber

Gemeindeförderungen:

In der Marktgemeinde Arnoldstein gibt es für verschiedenste Maßnahmen einen umfangreichen „Umweltbonus“. In der Marktgemeinde Finkenstein werden Elektrofahrräder mit 150,– gefördert. Photovoltaik für Eigenheime werden seitens der Bundesregierung mit 275,– pro kWpeak gefördert, für gebäudeintergierte Photovoltaikanlagen 375,– pro kWpeak. Das Limit der geförderten Leistung beträgt 5kWpeak. Seitens des Landes Kärntens gibt es bei der Sanierungsförderung 350,– pro kWpeak, wobei die Leistung für die Förderung auf 4kWpeak begrenzt ist. Die Marktgemeinde Arnoldstein fördert das kWpeak (max. 5kWpeak) mit nochmals zusätzlichen 200,–, wobei bei Inanspruchnahme aller drei Förderungen dann der Zuschuss mit 60% begrenzt ist. Eine sehr gute Übersicht der Förderungen gibt es auf der Homepage www.kem-terra.at à Klima- und EnergiemodellregionàFörderungen.

Das Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programmes „Klima- und Energiemodellregionen  2017“ durchgeführt.

Klima- und Energiemodellregion „Terra Amicitiae“

Die Klima- und Energiemodellregion (KEM) „Terra Amicitiae“, welche aus den Marktgemeinden Arnoldstein, Finkenstein am Faaker See und St. Jakob im Rosental besteht, befindet sich in der ersten Weiterführungsphase (2018 bis 2020). Die Themenbereiche umfassen den Einsatz erneuerbarer Energien, Energieeffizienz sowie die Steigerung der regionalen Wertschöpfung. Der Klima- und Energiemodellregionsmanager ist die zentrale Ansprechperson für Privatpersonen, den öffentlichen Sektor und Unternehmer gleichermaßen. Rückfragen & Kontakt: Klima- und Energieregionsmanager der Region „Terra Amicitiae“ DI Bernhard Reinitzhuber Gemeindeplatz 4 A-9601 Arnoldstein Tel. 0699 / 81 23 70 66 kem.terra@ktn.gde.at www.kem-terra.at