Das süße „Gold“

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Gail-, Gitsch- und Lesachtal -

Geschmackvoller Qualitätshonig ist ein kennzeichnendes Merkmal des Gail-, Gitsch- und Lesachtales sowie des Weissensees. 2021 dürfte ein erntestarkes Honigjahr werden. Dafür sorgen nicht nur der Wettergott und die fleißigen Insekten, sondern auch die Bienenzuchtvereine.

Das Einmaleins des Imkerseins ist aufwendiger als die meisten vermuten: Sonnenschein allein reicht nicht – es braucht starke Völker, die nicht schwärmen, die richtige Vegetation und engagierte Imker. Insbesondere die Ausbildung Letzterer steht im Fokus der regionalen Bienenzuchtvereine.

Region der Imker

Im Gail-, Gitsch- Lesachtal und Weissensee produzieren rund 300 Imkerinnen und Imker mit rund 3.000 Bienenvölkern durchschnittlich 50 Tonnen Honig pro Jahr. Dieser Honig gehört zu den besten Österreichs. Das zeigen die zahlreichen Prämierungen, die immer wieder in Form des „Goldenen Bär“ in die heimischen Täler gehen. Dass das kein Produkt des Zufalls ist, weiß Arno Kronhofer vom Bienenzuchtverein Hermagor: „Wir Imker müssen unsere Bienenvölker kennen, sie den Jahreszeiten entsprechend pflegen, ihren Lebenszyklus berücksichtigen. Für all das braucht es fundierte Kenntnisse.“ Fortbildung ist also das A und O des erfolgreichen Imkerdaseins. Unterstützung für Jungimker gibt es in der Region ausreichend, denn in jeder Gemeinde im Bezirk gibt es einen Bienenzuchtverein.

Die heimischen Imker produzieren eine Vielfalt an Produkten

Fokus Ausbildung

Besonders erfreulich: Im letzten Jahr haben sich zahlreiche „Neulinge“ den regionalen Vereinen angeschlossen. Auch in Corona-Zeiten ist es gelungen, den Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten: Die Kurse, organisiert über den Landesverband für Bienenzucht, fanden im Freien direkt bei den Bienenstöcken statt, darunter auch einer zur biologischen Bienenhaltung. Einer der wichtigsten Lehrinhalte ist dabei die Zucht. Die erfolgreichste Belegstelle Kärntens befindet sich auf der Valentinalm. „Belegstellen dienen der kontrollierten Begattung der jungfräulichen Bienenköniginnen“, erklärt Belegstellenleiter Josef Marschnig, der sich mit besonderem Engagement gegen die Einkreuzung der Carnica-Bienen mit anderen Bienenarten einsetzt. Obwohl der Arbeitsaufwand beachtlich ist, lohnt sich diese Form der Zuchtarbeit. „Unsere Imker leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zum Schutz und Erhalt der Carnica-Biene.“

Das süße Gold der Natur ist nicht nur köstlich, sondern auch sehr gesund

Dämmershopping statt Honigfest

Das 18. Österreichische Honigfest in Hermagor fällt Corona-bedingt auch dieses Jahr ins Wasser – wie die meisten Events der Region. Der Bienenzuchtverein Hermagor plant alternativ, sich an einigen Terminen donnerstags im August am wöchentlichen „Dämmershopping“ zu beteiligen, um die Besucher mit frischem Waldhonig des heurigen Jahrgangs zu verwöhnen. „Nach zwei sehr schwierigen Honigjahren rechnen wir mit einer Spitzenernte, sowohl was den Ertrag als auch die Qualität betrifft“, so Arno Kronhofer und Josef Marschnig, die Verantwortlichen vom BZV Hermagor. Die beiden richten abschließend noch einen wichtigen Appell an alle Naturliebhaber: „Jeder kann seinen Beitrag zum Bienen- und Insektenschutz leisten, indem man etwa im Garten die Blumen und Pflanzen länger blühen lässt.“