Bunt, frech und mitten aus dem Leben
Schon der Auftakt mit der feierlichen Proklamation des Prinzenpaares und des Kinderprinzenpaares sorgte für beste Stimmung. Die Garde, choreografiert von Charline Salcher und Sabrina Haßler, tanzte sich schwungvoll in die Herzen des Publikums und setzte optische Glanzpunkte. Mit spitzer Zunge und viel Lokalkolorit ging es durch die Sketches: Die „Kindergartenbande“ zeigte mit Christian Webhofer als türkischem Migrantenkind, wie gelebte Integration aussieht – bissig, ehrlich und mit großem Humor. In „Ausgebrannt“ erklärten Karin Schmid und Christian Karl, warum selbst der Teufel kein Burnout bekommt – zur Erleichterung aller gestressten Seelen.





Gemeindesorgen mit Schmäh serviert
Musikalisch brillierte die Interpreten AG mit Günther Schreibmajer am Klavier und Vera Eder an der Gitarre, gemeinsam mit Katharina Bucar (Gesang). Besungen wurden dabei nicht nur der Plöckentunnel und die Aquarena, sondern auch so manches Gemeindeproblem – treffsicher und zum Brüllen komisch. In „Der Steuermann“ landet der Bürgermeister kurz vorm Burnout beim Psychiater: Sparzwang, Hundesteuer und Geldsorgen – als Pirat am Steuer der Gemeinde wurde jedes Problem genüsslich zerlegt.
Von Müttern, Männern & Wunderheilungen
Ein Volltreffer war auch „Die heutigen Mütter“: Lena und Ulrike Pedarnig stellten den durchgetakteten Alltag moderner Helikopter-Mamas dem früheren „Wird scho passen“-Erziehungsstil gegenüber – Lacher garantiert. Schräg, schärfer, sensationell: „Gretels Wunderwelt der Wehwehchen“ mit Andreas Spivey – schwarze Kondome und Damenbinden für Witwen und die passenden „Zapferln“ für wirklich alle Lebenslagen sorgten für ungläubiges Gelächter.

Bei „Strafzölle“ musste Michael “Buzgi” Buchacher extra zahlen, weil er “fremd” essen ging, während „Herzklopfen gesucht“ und das legendäre Männerballett, heuer als Cheerleader für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft, den Saal endgültig zum Kochen brachten. Ganz besonders freut es den Präsidenten, dass heuer mit “Herzklopfen gesucht” ganz junge, talentierte Akteure den Weg auf die Kötschacher Faschingsbühne gefunden haben.

Musik, Schmäh & ein würdiges Finale
Musikalische Power lieferten BergPower – die Lesachtaler Bergbauern-Buam Florian & Günther Unterweger – sowie die Gesangseinlage „Trentschparterle“ mit Buzgi, HP Kreuzberger und Walter Zojer. Themen wie Plöckenpass, Rauchzeichen und Brieftauben-Kommunikation aus dem Lesachtal wurden mit viel Witz verarbeitet. Fazit: Ein Abend voller Schmäh, Lokalkolorit und Lachtränen – die 45. Kö-Mau-er Faschingssitzung hat ihr Publikum einmal mehr restlos begeistert.
Alle Bilder: Andreas Lutche Photography
Galerie:




















































































































































